Österreicher in ihrer Freizeit am häufigsten vor dem Fernseher

7. Jänner 2002, 12:43
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Die großen Gewinner sind die PC- und Internet-Nutzung

Die Österreicher sind in ihrer Freizeit am häufigsten vor dem Fernseher zu finden - nach wie vor. Das ist das Hauptergebnis des Freizeitmonitors 2001, den das Ludwig Boltzmann- Institut für angewandte Freizeitwissenschaft nun veröffentlicht hat. 91 von 100 Befragten gaben demnach an, dass sie zumindest einmal pro Woche ihre freien Stunden vor dem Patschenkino verbringen.

Fernsehen, Radio und lesen

Gegenüber dem Durchschnitt der Jahre 1996 bis 2001 - insgesamt sind drei Freizeitmonitore bisher erschienen - bedeutet das eine Steigerung um vier Nennungen. Im Schnitt gaben 87 Befragte an, dass sie mindestens einmal pro Woche fernsehen. Auf Platz zwei landete Radio hören, das 77 von 100 Befragten nannten und das ebenfalls eine Steigerung von vier Prozentpunkten zu verzeichnen hatte. An dritter Stelle zu finden ist das Lesen von Zeitungen und Illustrierten mit 74 Prozent und einer Steigerung von einem Prozentpunkt gegenüber dem Durchschnitt.

Telefonieren vor Familienleben

Dahinter landeten Telefonieren (69 Prozent, plus sechs), sich mit der Familie beschäftigen (57 Prozent, plus drei), Ausschlafen (50 Prozent) und mit Freunden etwas unternehmen (48 Prozent, plus drei) auf den Plätzen. Die Top Ten werden somit von Tätigkeiten wie ins Beisl gehen, Faulenzen und Nichtstun, CD hören, über wichtige Dinge reden sowie Spazieren gehen komplettiert.

Gewinner sind die PC- und Internet-Nutzung

Nicht in den vorderen Rängen konnten sich hingegen Beschäftigungen wie sich in Ruhe pflegen und Erotik, Sex platzieren. Die großen Gewinner sind die PC- und Internet-Nutzung. Immerhin 29 Prozent der Österreicher beschäftigen sich zumindest einmal pro Woche mit dem Computer, 25 Prozent steigen ins Internet ein. Das bedeutet eine Steigerung von 14 Prozentpunkten.

Bürgerinitiativen sind uninteressant

Am Schluss der Beliebtheitsskala finden sich Tätigkeiten wie der Besuch eines Freizeitparks, eines Tierparks, eines Pop- oder Jazzkonzerts oder einer Spielhalle. Der absolute "Ladenhüter" ist das Engagement in einer Bürgerinitiative - ganze zwei Prozent tun dies zumindest einmal pro Woche.(APA)

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