Weiter erhebliche Lawinengefahr in Tirols Tourengebieten

6. Jänner 2002, 12:01
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Gefahrenstellen hauptsächlich in steilen und kammnahen Hängen

Innsbruck - Die Lawinengefahr in den hochalpinen Tourengebieten Nordtirols bleibt erheblich. Darauf verwiesen die Experten des Lawinenwarndienstes am Sonntag. Etwas günstiger sei die Situation unterhalb von etwa 2.000 Metern. In den kommenden Tagen soll die Lawinengefahr "langsam" zurückgehen.

Die Schneedecke habe sich sonnseitig unter dem Einfluss von Tageserwärmung und Strahlung oberflächlich etwas verfestigt. Schattseitig sei die Schneeoberfläche überwiegend noch locker. Das Fundament der Schneedecke bestehe in hochalpinen Lagen überwiegend aus sehr lockeren, bindungslosen Kristallen.

Auf dieser störanfälligen Unterlage lägen zum Teil ausgeprägte Triebschneeablagerungen mit eingelagerten Harschdeckeln. Viele kritische Hänge hätten sich inzwischen durch Selbstauslösung entspannt. Häufig würden Lawinen auch durch Wintersportler ausgelöst.

Gefahrenstellen hauptsächlich in steilen und kammnahen Hängen

Die Lawinengefahr in den hochalpinen Tourengebieten Nordtirols bleibe "erheblich". Gefahrenstellen für trockene Schneebrettlawinen befänden sich hauptsächlich in steilen und kammnahen Hängen aller Expositionen oberhalb von etwa 2.000 Metern. Hier sei eine Lawinenauslösung schon durch einen einzelnen Wintersportler möglich.

Skitouren und Variantenfahrten erforderten Erfahrung in der Beurteilung der Lawinensituation. Etwas günstiger sei die Situation unterhalb von etwa 2.000 Metern. Hier sei der Schneedeckenaufbau etwas günstiger, die Lawinengefahr daher überwiegend "mäßig". (APA)

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