Kaschmir-Rebellen: Planen keinen Anschlag auf Taj Mahal

3. Jänner 2002, 16:22
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Indischer Geheimdienst für Gerüchte verantwortlich gemacht

Muzaffarabad - Separatisten in Kaschmir haben indische Vorwürfe zurückgewiesen, sie planten einen Anschlag auf das indische Nationaldenkmal Taj Mahal. Behauptungen Indiens, die Rebellengruppe Lashkar-e-Taiba drohe mit der Sprengung des Denkmals und anderer historischer Bauten, seien das Werk des indischen Geheimdienstes, sagte am Donnerstag ein Sprecher von Lashkar-e-Taiba im pakistanischen Teil Kaschmirs.

Am Mittwoch hatte ein Regierungsvertreter des nordindischen Bundesstaates Uttar Pradesh, in dem das Taj Mahal liegt, von einer angeblichen Drohung der Separatisten berichtet. Der Ministerpräsident des Bundesstaates habe eine entsprechende E-Mail erhalten. Die Sicherheitsvorkehrungen rund um das Denkmal seien daraufhin verschärft worden.

Indien beschuldigt die Separatistengruppen Lashkar-e-Taiba und Jaish-e-Mohammad, am 13. Dezember den Anschlag auf das indische Parlament in Neu-Delhi verübt zu haben. Dabei waren 14 Menschen, darunter die fünf Angreifer, getötet worden.

Mogul-Kaiser Shah Jahan erbaute das Taj Mahal im 17. Jahrhundert als Grabmal für seine Lieblingsfrau Muntag-i-Mahal. Es zieht Besucher aus aller Welt an. (APA/Reuters)

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