Atomstrom-Debatte spaltet SPÖ

3. Jänner 2002, 14:38
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Partei unterstützt Kurs von Vize Fischer - Sima habe mit Kritik "über Parteilinie hinausgeschossen"

Wien - Die SPÖ unterstützt die Position von Parteivize Heinz Fischer, wonach die jetzt möglichen Stromimporte aus einigen EU-Kandidatenländern zulässig seien. Das wurde Donnerstag Nachmittag auf Anfrage aus der SPÖ-Spitze bestätigt. Umweltsprecherin Ulli Sima sei mit ihrer Kritik "ein bisschen über die Parteilinie" hinausgeschossen, hieß es.

SP-Vize Fischer hat kein Problem

Kein Problem mit Atomstrom-Importen aus Slowenien sieht Heinz Fischer, "nachdem das Energiekapitel mit Slowenien abgeschlossen wurde". Fischer stehe nach wie vor zu den Positionen, die er bei der Parlamentarierreise in Slowenien eingenommen habe, betonte das Büro des Nationalratspräsidenten am Donnerstag.

Keine Festlegung Fischers gab es bezüglich Stromimporten aus Tschechien, hieß es im SPÖ-Pressedienst.

SP-Simas verfehlte Kritik

SPÖ-Umweltsprecherin Uli Sima hatte die Atomstromimporte aus unsicheren AKW wie Bohunice oder Mochovce schon am Mittwoch kritisiert. "Man kann nicht einerseits gegen Temelin agieren und andererseits aus dem unsichersten AKW Europas, aus Bohunice, Strom importieren", attestierte sie der Regierung eine "unglaubwürdige" Politik. (APA)

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