Bundesbank-Präsident: Euro-Vertrauen überall

2. Jänner 2002, 09:56
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Keine negativen Auswirkungen durch Nicht-Einhalten Maastrichter Stabilitätskriterien

Berlin - Der Präsident der Deutschen Bundesbank, Ernst Welteke, geht davon aus, dass nach der Einführung des Euro das Vertrauen in die neue europäische Währung auch in den außereuropäischen Ländern wächst.

Im DeutschlandRadio Berlin sagte Welteke am Mittwoch: "Bis vor kurzem war auch in Deutschland das Vertrauen in die neue Währung nicht so groß. Da kann man sich eigentlich nicht darüber wundern, wenn Menschen außerhalb der europäischen Währungsunion nicht so viel Vertrauen haben. Das wird sicher nach der geglückten Einführung der Münzen und Banknoten besser werden."

Die Tatsache, dass nicht alle Mitgliedsländer der Währungsunion die Stabilitätskriterien des Maastrichter Vertrags einhielten, habe aller Wahrscheinlichkeit keine negativen Auswirkungen auf den Wechselkurs. Er erwarte auch keine Umsatzeinbrüche auf Grund der Währungsumstellung.

Einige Menschen würden wahrscheinlich zunächst abwarten und weniger Geld ausgeben: "Es wird aber auch das gegenteilige Verhalten geben. Ich habe auch schon bei mir selber beobachtet, dass man glaubt, es wäre alles um die Hälfte billiger geworden und somit eher geneigt ist, mehr Geld auszugeben. Diese psychologischen Effekte dürften sich ungefähr die Waage halten." (APA)

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