Premiere World: "Zeit der Verniedlichungen ist vorbei"

1. Jänner 2002, 19:22
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Massiver Schlag gegen Digital-Piraten in .de - Hausdurchsuchungen - Task Force "E-Security" unterwegs

Wie der Pay-TV Sender Premiere World mitteilt, hat die Polizei hat in den vergangenen Tagen in mehreren deutschen Städten Wohnungen und Geschäfte wegen desVerdachts auf Computerbetrug und Hehlerei durchsucht. DieErmittlungen standen in engem Zusammenhang mit dem illegalen Vertriebund Gebrauch von SmartCards - den "Schlüsseln" zuAbo-TV-Angeboten wie Premiere World.

Dabei wurden mehrals 8.000 illegale Kartensichergestellt und zahlreiche Computer, Kartenlesegeräte undgestohlene Digital-Decoder beschlagnahmt.

TaskForce "E-Security"

Unterstützt wurden Polizei und Staatsanwaltschaft bei derVorbereitung durch Mitarbeiter von Premiere World und der neuen TaskForce "E-Security" der KirchGruppe.

Die Task Force "E-Security" istzuständig für alle operativen Maßnahmen des Medienkonzerns gegen dieSmartCard-Piraterie. Sie ermittelt eigenständig, unterstützt Polizeiund Staatsanwaltschaft bei ihrer Arbeit und erstattet in vielenFällen Anzeige im Namen von Premiere World und anderen europäischenAbo-TV-Anbietern. Außerdem analysiert sie die technische Sicherheiteingesetzter Verschlüsselungssysteme und beobachtet die Hacker- undDealer-Szene.

"Die Zeit derVerniedlichungen ist vorbei"

"Wer Premiere World schwarz empfängt, macht sich strafbar. Die Zeit derVerniedlichungen ist vorbei." , komentierteHans Seger, Produktgeschäftsführer des Pay-TV-Senders, die jüngstenErmittlungen.

Zusätzlich betonte er, dass durch Kartenmissbrauch beiAbo-TV-Anbietern europaweit Verluste von mehreren hundert MillionenEuro pro Jahr entstünden.

Verstärkte Aktivitäten gegen Piraten

In den vergangenen Monaten hat Premiere Worls die Aktivitätengegen Piraterie deutlich verstärkt. So verändert der Sender inunregelmäßigen Abständen seinen Verschlüsselungscode, zuletzt währenddes UEFA-Champions-League-Spiels Bayern München gegen ManchesterUnited am 20. November 2001. Der Abonnent, der für dasProgrammangebot regulär zahlt, bekommt vom Schlüsselwechsel nichtsmit. Der Schwarzseher dagegen, der die SmartCard selber manipuliertoder von einem Dealer gekauft hat, sieht danach nichts mehr, weilseine SmartCard den neuen Schlüssel nicht erhält und die Bildsignalenicht decodieren kann. "Wir verderben damit den Karten-Dealernlangfristig das Geschäft", so Seger. Die meisten Schwarzseherbesorgen sich ihre Karten bei Hackern oder Karten-Dealern. Decodermit manipulierter Karte kosten bis zu 7000 Schilling. (red)

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