Umfrage: SPÖ in Kärnten auf Vormarsch

29. November 2001, 13:28
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Nur noch zwei Punkte hinter FPÖ

Klagenfurt - Jüngsten Umfragen zu Folge ist die SPÖ in Kärnten im Vormarsch. Laut Klagenfurter Humaninstitut im Auftrag des "Kärntner Monat" würden 39 Prozent die FPÖ, 37 die SPÖ und 14 die ÖVP wählen, wenn am Sonntag Landtagswahlen wären. Bei der Wahl am 7. März 1999 waren die Freiheitlichen auf 42,06 Prozent, die Sozialdemokraten auf 32,86 und die Volkspartei auf 20,74 gekommen.

"Rot ist in Kärnten wieder Modefarbe. Die Politik der Sozialdemokraten liegt voll im Trend", dazu SP-Landesgeschäftsführer BR Herbert Würschl. Die Ursache für die steigende Beliebtheit der SPÖ sieht er in mehreren Faktoren. Die SPÖ gehe als einzige Partei in Kärnten einen geraden Weg. Während FPÖ und ÖVP ständig taktierten und ihre Meinung änderten, stehe die SPÖ zu ihrem Wort. Das Team um Parteichef LHStv. Peter Ambrozy stehe für soziale Gerechtigkeit, Verlässlichkeit und Kompetenz. Damit hebe sich die SPÖ "wohltuend von der Spektakelpolitik a la FPÖ und von der Klientelpolitik der ÖVP ab".

Nicht erfreut ist Würschl jedoch über die Umfragedaten in der Landeshauptstadt Klagenfurt. Dort liege die SPÖ derzeit mit 25 Prozent enttäuschend schlecht. Auch die Persönlichkeitswerte von Stadtparteichef Ewald Wiedenbauer seien mit 14 Prozent nicht zufriedenstellend. Würschl fordert die Klagenfurter auf, ihre personellen Ressourcen besser zu nützen. "Die SPÖ kann in Klagenfurt ebenso erfolgreich sein wie im übrigen Kärnten. Das Potential für die SPÖ in der Landeshauptstadt ist riesig, wir müssen es nur erschließen."

"Bei der Interpretation Würschls dominiert mehr der Wunsch als die Realität", kommentierte FP-Sprecher LAbg. Siegfried Jost die Umfrage. Wenn man die Schwankungsbreite bedenkt, bewege sich die FPÖ "weiter auf dem hohen Niveau des letzten Landtagswahl-Ergebnisses". Man solle aber solche Momentaufnahmen nicht überbewerten. "Die FPÖ will Wahlen gewinnen und nicht Umfragen", sagte Jost. Sie konzentriere sich daher auf die Lösung der wichtigsten Sachfragen des Landes bis zur nächsten Wahl im Jahr 2004. (APA)

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