Telekom Austria bis September mit 222 Millionen Nettogewinn

27. November 2001, 15:15
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Heuer noch keine schwarzen Zahlen - Festnetz mit 7 Prozent Umsatzrückgang

Die börsenotierte Telekom Austria (TA) wird auf Grund der erfolgreichen Restrukturierung im laufenden Geschäftsjahr 2001 ein besseres operatives Ergebnis erzielen als ursprünglich erwartet. Die TA werde heuer ein Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 1,4 Milliarden Euro (19,3 Milliarden Schilling) anstatt der seit April 2001 prognostizierten 1,2 Milliarden Euro erzielen, sagte TA-Vorstandsvorsitzender Heinz Sundt heute. Die TA-Aktie sank heute bis gegen 13:30 Uhr um 0,4 Prozent leicht auf 9,26 Euro.

Keine schwarzen Zahlen

Die TA AG (TA-Konzern mit TA, Mobilkom Austria at-equity, Datakom und Jet2Web Internet) hat zwar in den ersten drei Quartalen 2001 nach einem Nettoverlust von 121 Millionen Euro im Vorjahr ein positives Nettoergebnis von 16,1 Millionen Euro (222 Millionen Schilling) erreicht, fürs Gesamtjahr 2001 werde das Unternehmen aber keine schwarzen Zahlen schreiben, betonte der Vorstand, der keine Prognose darüber abgeben wollte, wann die TA ein positives konsolidiertes Nettoergebnis erreichen werde. Im vierten Quartal 2001 werde ein saisonbedingter Rückgang der EBITDA-Marge erwartet, zudem muss die TA im vierten Quartal die tschechischen Internettochter Czech Online, die im April 2000 für knapp 3 Milliarden Schilling übernommen wurde, um weitere geschätzte 166 Millionen Euro abschreiben. Bisher seien bereits 30 Prozent von den 3 Milliarden Schilling abgeschrieben worden, berichtete Sundt.

Umsatz rückläufig

Der Konzernumsatz ging in den ersten drei Quartalen 2001 um 5,5 Prozent auf 2,001 Milliarden Euro zurück. Das Konzern-Betriebsergebnis (EBIT) stieg im selben Zeitraum von minus 169 Millionen Euro auf minus 8,2 Millionen Euro, teilte die TA mit. Das Konzern-EBITDA wuchs von Jänner bis September 2001 um 39 Prozent auf 703 Millionen Euro (9,67 Milliarden Schilling). Im EBITDA und im EBIT sind die Aufwendungen für freigestellte Mitarbeiter von 36,8 Millionen Euro allerdings nicht enthalten.

Weiterer Personalabbau

Die Mitarbeiterzahl der TA-Gruppe (Vollzeitkräfte) sank bis Ende September 2001 auf 17.037, nach 18.525 im September 2000. Bis Ende 2001 werde sich die Zahl der Mitarbeiter weiter auf 16.600 verringern, kündigte Sundt an.

Im Festnetzbereich ging der Umsatz um 7,1 Prozent auf 1,862 Milliarden Euro zurück, das EBITDA erhöhte sich um 50,7 Prozent auf 690,2 Millionen Euro. Der Marktanteil sank im Festnetz von 68,7 Prozent im Vorjahr in den ersten drei Quartalen 2001 auf 57,3 Prozent. Der Festnetzbereich wird künftig laut gestrigem Aufsichtsratsbeschluss in die zwei Bereiche Wholesale (Infrastruktur) für alternative Telekom-Kunden und Retail (Endkundenservice) für Privat- und Geschäftskunden geteilt. Die bestehende Struktur der Töchter Mobilkom Austria, Datakom und Jet2Web Internet bleibt unangetastet. (APA)

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