Mario Matt gewinnt den zweiten Slalom von Aspen

30. November 2001, 19:59
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Kompakte Mannschaftsleistung der heimischen Slalomartisten

Aspen – Mario Matt hat am Montag im dritten Saisonrennen für den ersten Sieg der ÖSV-Herren im Olympia-Winter gesorgt. Der Slalom-Weltmeister von St. Anton gewann den zweiten Spezialslalom in Aspen 0,61 Sekunden vor dem US-Amerikaner Bode Miller, der es mit Startnummer 54 fast dem sensationellen Vortagessieger Ivica Kostelic (CRO) nachgemacht hätte. Dritter mit fast einer Sekunde Rückstand wurde mindestens genauso überraschend der Franzose Jean-Pierre Vidal.

Schilchegger fiel nach Bestzeit zurück

Einen Tag nach dem ernüchternden Ergebnis im ersten Slalom in Aspen wäre sogar noch mehr drin gewesen für die Österreicher, aber der nach dem ersten Lauf vor Matt führende Heinz Schilchegger fiel im Finale auf Platz sechs zurück und der nach dem ersten Durchgang auf Platz vier liegende und von Rückenschmerzen geplagte Benjamin Raich fiel wie schon am Sonntag aus. So war Rainer Schönfelder als Vierter zweitbester ÖSV-Läufer, er verpasste einen Podestplatz um nur 16/100.

Härtere Verhältnisse

Mit ausschlaggebend für den ÖSV-Erfolg war sicherlich auch, dass im Gegensatz zu Sonntag weit bessere, weil härtere Verhältnisse herrschten und die beiden Läufe zudem vom ÖSV-Trainer Rainer Gstrein doch deutlich runder gesteckt waren. So gingen die Österreicher mit einer Doppelführung – Schilchegger vor Matt – in den Finallauf. Dort freilich behielt nur der Weltmeister die Nerven und siegte am Ende deutlich.

Kostelic bewies abermals seine Klasse

Während Sonntag-Sensationssieger Ivica Kostelic seinen ganz großen Coup nicht wiederholen konnte, aber als Fünfter erneut seine Klasse bewies, waren diesmal Miller und Vidal die Überraschungs-Leute. Der 24-jährige US-Amerikaner hätte Kostelics Kunststück fast nachgemacht. Hatte der Kroate am Vortag mit Startnummer 64 triumphiert, fuhr Miller mit Startnummer 54 zunächst auf Platz 16 und von dort mit Laufbestzeit im zweiten Heat auf Platz zwei. Vidal, Bruder der Weltcupläuferin Vanessa Vidal, wurde mit Startnummer 36 Dritter.

Sykora mit Erfolgserlebnis

Erfreulich auch: Thomas Sykora kam im zweiten Slalom nach seiner über dreijährigen Rennpause durch und sammelte als 23. auch Weltcup-Punkte.(APA)

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