Lawinengefahr im Tiroler Hochgebirge

26. November 2001, 10:31
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Keine wesentliche Änderung in den nächsten Tagen

Innsbruck - Der Neuschnee hat im Hochgebirge Tirols zu einem erheblichen Anstieg der Lawinengefahr geführt. Nach Informationen des Lawinenwarndienstes vom Montag werde sich die Situation in den nächsten Tagen "nicht wesentlich ändern".

Während der vergangenen 24 Stunden fiel am meisten Schnee im Bereich der Nordalpen, der Kitzbüheler sowie der Zillertaler Alpen mit bis zu 40 Zentimetern. In den übrigen Regionen Tirols waren es meist zwischen zehn und 20 Zentimeter, im südlichen Osttirol nur wenige Zentimeter.

Die Lawinengefahr in Tirol beschränkte sich in tieferen Lagen auf glatt strukturierte Hänge der sehr neuschneereichen Regionen. Dort könne die Schneedecke direkt auf steilen Grashängen oder Felsplatten abgleiten. Durch den Umwandlungsprozess der Schneekristalle sei auch mit dem vermehrten Abgang von Lockerschneelawinen aus sehr steilen Einzugsgebieten zu rechnen. Diese könnten in Folge die vorhandene Neuschneedecke bis zum Boden mitreißen.

In hochalpinen Lagen musste insbesondere in vergletscherten Regionen eine erhebliche Lawinengefahr beachtet werden. Als gefährlich wurden derzeit alle eingewehten Steilhänge bezeichnet. Diese seien in allen Hangbereichen anzutreffen. In tiefen Lagen sei auf Lawinenabgänge bis auf den Boden zu achten, in hochalpinen vergletscherten Gebieten sollte den Triebschneeansammlungen in Steilhängen ausgewichen werden. (APA)

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