"Terminator III" im MAK

22. November 2001, 17:51
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Oder: Wie West einen Maserati traktierte

Wien - Bildhauer gießen gerne. Ein Guss ist teuer. Deswegen werden Skulpturen in Auflagen gegossen. Das macht sie rentabler.

Franz West dreht das um: Am Dienstagabend begoss er im Museum für angewandte Kunst einen Maserati mit Farbe, wodurch dieser verkehrsuntauglich wird und nur mehr als Unikatkunstwerk zugelassen werden kann. Was in der einen Welt als zerstört gilt, ist derselben Klientel in der anderen dann eben doppelt so viel wert.

Man kann da jetzt viel nachdenken - oder das Ganze praktisch sehen: Mit dem Umsatz steigt eben auch der Etat für Werbung. In einem Action-Film muss ja auch viel kaputt gehen, damit am Ende die Kassa stimmt.
(DER STANDARD, Print-Ausgabe, 22. 11. 2001)

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