Tote Urlauber auf La Palma waren Deutsche

22. November 2001, 11:37
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Keine weiteren Urlauber vermisst

Santa Cruz de Tenerife/Innsbruck (APA,dpa) - Die bei dem Regenunwetter auf der Kanaren-Insel La Palma getöteten Urlauber waren Deutsche. Wie am Donnerstag aus Behördenkreisen verlautete, handelte es sich um einen 31-jährigen Mann aus Hessen, eine 46 Jahre alte Frau aus Sachsen und eine 32-jährige Urlauberin, deren Herkunft zunächst nicht genau festgestellt werden konnte. Sie waren in einer Schlucht von Wassermassen mitgerissen worden.

In den Hotels und Reisegruppen fehlten keine Urlauber mehr

Zwei Tage nach dem Unwetter wurden auf der Insel keine Urlauber mehr vermisst. Wie der Chef der Inselverwaltung, Jose Luis Perestelo, mitteilte, war am Vorabend eine als vermisst gemeldete Touristin mit Kopfverletzungen gefunden worden. In den Hotels und Reisegruppen fehlten keine Urlauber mehr. Dennoch solle der Nationalpark, in dem die Urlauber von dem Unwetter überrascht worden waren, für den Fall abgesucht werden, dass sich dort noch einzelne Ausflügler befinden.

Österreicher waren abgeschnitten und verbrachten Nacht im Freien

Zum Zeitpunkt der sintflutartigen Regenfälle hielten sich in dem ehemaligen Vulkankrater, aus dem es nur einen Abfluss gibt, rund 150 Touristen auf, viele davon aus Deutschland und Österreich. Einer Reisegruppe der Alpinschule Innsbruck mit zwei Tirolern und 19 deutschen Urlaubern wurde bei ihrem Ausflug der Rückweg abgeschnitten. Die Gruppe musste die Nacht im Freien verbringen und wurde am Mittwoch mit Hubschraubern ausgeflogen.

In ein bis zwei Stunden -120 Liter Regen pro Quadratmeter

Ein Sprecher der österreichischen Botschaft in Madrid sagte, bei dem Unwetter auf La Palma habe es sich um das schwerste derartige Ereignis der vergangenen zehn bis 15 Jahre gehandelt. Binnen ein bis zwei Stunden seien bis zu 120 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen. Bereits am Montag hatten heftige Regengüsse auf den Kanaren eingesetzt und Flüsse über die Ufer treten lassen.

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