Usbekischer Fundamentalistenführer getötet

19. November 2001, 14:09
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Bei Kämpfen im Kessel von Kundus

Islamabad/Moskau - Der als Topterrorist gesuchte usbekische Fundamentalistenführer Juma Namangani ist nach Angaben des Nordallianz-Generals Abdul Rashid Dostum bei Kämpfen im Kessel von Kundus getötet worden. Das meldete die russische Agentur Interfax am Montag aus Islamabad ohne nähere Angaben. Die Nordallianz hatte seit Tagen berichtet, dass bei Kundus auch Kämpfer der von Namangani geführten Islamischen Bewegung Usbekistans eingekesselt seien.

Namangani und seine Anhänger wollten in Usbekistan das Regime von Staatspräsident Islam Karimow stürzen und einen islamischen Staat errichten. Gleichzeitig waren sie nach Berichten in Moskau im Drogenhandel aktiv. Von ihren Basislagern im Norden Afghanistans aus waren die bewaffneten Rebellen im Sommer 1999 und 2000 nach Usbekistan und nach Kirgisien eingefallen. In Afghanistan galt Namangani als einer der engsten Mitstreiter von Osama bin Laden. Deshalb führten die USA den Usbeken auf ihren Fahndungslisten. (APA/dpa)

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