EU-Genehmigung für Allianz Lufthansa/AUA Anfang 2002 zeichnet sich ab

14. November 2001, 14:21
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EU-Kommission hat Deal offenbar genehmigt

Brüssel - Die EU-Kommission hat sich offenbar zu einer Genehmigung der Allianz zwischen der Lufthansa und der AUA entschieden, erfuhr die APA am Mittwoch aus EU-Kommissionskreisen. Die formelle Entscheidung sollte es Anfang 2002 geben. Noch vor Jahresende werden Konkurrenten zu einer Stellungnahme zu dem Deal eingeladen.

Adria Airways setzt positives Zeichen

Dass die Adria Airways seit dem 5. November zwei mal täglich die Strecke Wien-Frankfurt fliegt, bewertet die Brüsseler Wettbewerbshörde, dass die slowenische Adria Airways positiv. Außerdem fliegt die Tiroler Air Alps drei Mal täglich von Wien nach Stuttgart. Das seien Zeichen dafür, dass Lufthansa und AUA, die bisher auf den 33 Strecken zwischen Deutschland und Österreich eine Monopolstellung hatten, den Markt für Konkurrenten geöffnet hätten, betont man in der EU-Kommission. Die EU-Kommission hatte nach Angaben des EU-Wettbewerbskommissars Mario Monti gefordert, dass Lufthansa und Austrian Airlines Slots für Start und Landungen auf den betreffenden Strecken abgeben und dass das Vielflieger-Programm für Konkurrenten geöffnet wird. Der Leiter für internationalen Beziehungen, Westeuropa und EU-Angelegenheiten in der AUA, Robert Wolfger bestätigte vor kurzem die Einigung der Carrier mit der EU-Kommission auf diese Punkte und auf Zugeständnisse bei der Tarifgestaltung.

Die EU-Kommission hatte seit dem Beitritt der AUA zum Luftfahrtbündnis Star Alliance um die Lufthansa Ende März 2000 eine Monopolstellung von AUA und Lufthansa auf den Verbindungen zwischen Österreich und Deutschland befürchtet. Sie hatte deshalb zunächst ernsthafte Zweifel an der Allianz angemeldet und Mitte Mai mit einem Prüfverfahren deren Verbot angedroht. (APA)

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