War's ein Mann oder eine Frau?

8. November 2001, 21:28
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Graphologin: Handschriften der beiden Geschlechter heute kaum noch zu unterscheiden - ganz anders als früher

Braunschweig - Handschriften von Männern und Frauen sind nach Expertenmeinung heutzutage oft nicht mehr voneinander zu unterscheiden. Vor 50 Jahren sei das noch anders gewesen, erklärte Silvia Schuster-Dressel, Mitglied im Vorstand des Fachverbandes deutscher Graphologen, in Braunschweig. Sie wertet die Annäherung als ein weiteres Zeichen dafür, wie die zunehmende Gleichberechtigung auch das Wesen der Menschen beeinflusse. Ein Zeichen aus einem kleinen Nebenbereich zwar, an den sonst niemand dendken würde - vielleicht deshalb aber umso unverfälschter.

Klassische Männerhandschriften sind laut Schuster-Dressel rechtsgeneigt mit großen Längenunterschieden und Kleinbuchstaben sowie mit starkem Druck. Frauen hätten dagegen eher gerundete Schriften. Doch diese Unterschiede werden der Graphologin zufolge weniger. Es gebe zwar immer noch eindeutige Frauen- und Männerhandschriften, ihr Anteil gehe aber zurück.

Und der Trend verstärke sich: Denn in der jüngeren Generation sind sich die Handschriften nach Erfahrung Schuster-Dressels am ähnlichsten. (APA/red)

P.S.: Die gezeigte Schrift stammt von einer Frau: es ist Madonnas Original-Text zu "Like a Prayer".

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