E-Human Resource Management in Österreich

16. November 2001, 11:56
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Personalbeschaffung über Internet wird laut Pixelpark-Studie als wichtiger strategischer Faktor erkannt

Trotz vielversprechender Ansätze in einigen Unternehmen steckt die Entwicklung im Bereich e-Human Resource Management und Online-Recruiting noch immer in den Kinderschuhen. Der Internetdienstleister Pixelpark untersuchte die Karriere-Sites der 50 umsatzstärksten Unternehmen Österreichs, um die e-Human Resource Management Lösungen in österreichischen Unternehmen zu erheben. Bewertet wurden Faktoren wie Informationsgehalt der Karrierecenter, Benutzerfreundlichkeit, Zielgruppenansprache sowie Bewerbungsmöglichkeiten.

Studie

Die Ergebnisse der Studie zeigten, dass modernes e-Human Resource Management von Unternehmen prinzipiell sehr ernst genommen wird. Das steht jedoch im krassen Widerspruch dazu, dass die Umsetzung der Ideen im Internet als "nicht ausreichend" bezeichnet werden können:

  • Insgesamt bleiben 75 Prozent des theoretisch möglichen Potenzials ungenutzt. Selbst die am überzeugensten Karriere-Seiten der Top 10 Unternehmen schöpfen erst maximal 35 bis 60 Prozent aus.

  • Kein einziges Unternehmen betriebt eigenständige Karriereseiten. Informationen zu Jobangeboten gibt es nur im Kontext einer Corporate Website, da aber in der Regel sehr prominent.

  • Nur wenige Unternehmen nutzen die Chance, auf ihren Websites auch eine starke Employer Brand - also das Image und die Reputation eines attraktiven Arbeitgebers - verstärkt zu kommuniziern.

  • Nur 18 Prozent der Jobangebote waren mit einer Datumsangabe versehen, die die Aktualität im Netz gewährleisten soll.

  • Effektive Online-Bewerbung war nur bei der Hälfte der Unternehmen mittels e-mail oder Bewerbungsformular möglich.

Kosteneinsparungen bis zu 60 Prozent

Ein Karriere-Center im Internet vermindert die Kosten von Unternehmen im Human Resource Bereich um bis zu 60 Prozent. Eine voll integrierte webbasierte e-Recruiting Lösung lässt die Kosten einer Bewerbung von 11,25 Euro auf weniger als 4,60 Euro schrumpfen. Die Einsparungen sind jedoch nur dann möglich, wenn die Bewerber internet-affin sind und keine anderen Kanäle - wie Post, Fax oder Telefon - benutzen, um dem Unternehmen die Bewerbungsunterlagen zu übermitteln. (red)

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