Wiener AKH etabliert Krebs-Netzwerk

7. November 2001, 15:05
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Insgesamt zehn Einrichtungen sollen unter einem "Dach" arbeiten können

Wien - Das Wiener AKH und die Universitätskliniken sowie Institute werden in Zukunft koordiniert Krebsforschung betreiben. Insgesamt zehn Einrichtungen gründen ein "Exzellenzzentrum für klinische und experimentelle Onkologie" (CLEXO). Das soll die Forschung schneller und effizienter machen sowie zusätzliche finanzielle Mittel anziehen.

Vom Krankenbett ins Labor

"Wir müssen vom Krankenbett ins Labor und vom Labor ans Krankenbett", erklärte am Mittwoch bei der Vorstellung der neuen Initiative CLEXO-Leiter Univ.-Prof. Dr. Christoph Zielinski. Wissenschaftsministerin Elisabeth Gehrer unterstützt das Projekt.

"Die Tatsache, dass sich in solchen Exzellenzzentren die im Forschungsbereich tätigen Menschen zusammentun, ist erstens unumgänglich, im Rahmen der Europäischen Union schwer förderungswürdig und erfordert auch einen entsprechenden Umgang mit den Ressourcen", sagte der Dekan der medizinischen Fakultät der Universität Wien, Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Schütz.

Alles unter einem Dach

International geht der Trend - auch in der Krebsforschung - immer mehr in Richtung einer Integration von Grundlagenforschung und klinischen Studien. CLEXO soll über den Rahmen von Abteilungen und Primariaten hinaus einen organisatorischen Rahmen für koordinierte wissenschaftliche Projekte in der Onkologie am Wiener AKH schaffen. Eine Kooperation anderen Zentren in der EU und in den Ländern, die in nächster Zukunft beitreten werden, ist geplant.

Unter dem "Dach" von CLEXO werden in Zukunft Chirurgie, Klinische Pathologie, Orthopädie, Spezielle Gynäkologie, Urologie, Strahlentherapie, Pathophysiologie, Labordiagnostik, Dermatologie und Internistische Onkologie gemeinsam Wissenschaftsprojekte zum Thema Krebs erarbeiten, sich um zusätzliche Finanzmittel kümmern, durchführen und auch für eine entsprechende Öffentlichkeitsarbeit sorgen.(APA)

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