Leitl hält Veto-Drohungen wegen AKW Temelin für blamabel

8. November 2001, 10:29
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Wirtschaftskammer-Präsident: Angstmacherei keine Strategie

Wien - Kritik an den Veto-Drohungen der FPÖ gegen den EU- Beitritt Tschechiens im Zusammenhang mit dem AKW Temelin übt Wirtschaftskammer-Präsident Leitl.

In den "Salzburger Nachrichten" meint er, Angst sei keine Strategie: "Mit der Drohung, ein Veto gegen den Beitritt Tschechiens einlegen zu wollen, sollte Temelin in Betrieb gehen, blamieren wir uns." Diese Option sei in den EU- Verträgen nicht vorgesehen.

Diese Kritik will der Wirtschaftskammer-Präsident allerdings nicht gegen die gesamte FPÖ verstanden wissen. Sie richte sich lediglich gegen "einige Personen in dieser Partei". Generell ist Leitl über das Österreich-Image in der Europäischen Union zunehmend besorgt: "Man hat sich hier zu Recht erhofft, dass wir ein positiver Motor der Erweiterung sein werden, weil wir ja auch sehr davon profitieren. Stattdessen erzeugen einzelne österreichische Politiker den Eindruck, dass wir die größten Jammerer und Blockierer sind. So gewinnt man keine Freunde". (APA)

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