Endergebnis der ÖGB-Urabstimmung

7. November 2001, 11:24
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807.192 Stimmen abgegeben - 88 Prozent davon notfalls für Kampfmaßnahmen

Wien - Das endgültige Ergebnis der ÖGB-Urabstimmung über sozialpolitische Forderungen an die Bundesregierung lag am Mittwoch vor. 807.192 von insgesamt 1,428.409 berechtigten ÖGB-Mitgliedern haben ihre Stimmen abgegeben, das entspricht einer Beteiligung von 56,5 Prozent. 88 Prozent davon sind notfalls für Kampfmaßnahmen zur Durchsetzung der Gewerkschaftsforderungen.

Die Ergebnisse nach Einzelfragen wie folgt:

  • Forderung 1: Wir fordern, dass die österreichische Sozialpartnerschaft gestärkt wird. Die Mitbestimmung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer muss auf alle Bereiche der Arbeitswelt ausgeweitet werden.
    Ja: 758.264 (95,4 Prozent)
    Nein: 17.520 (2,2 Prozent)
    Unbeantwortet: 19.303 (2,4 Prozent)
  • Forderung 2: Wir fordern die Beibehaltung der Pflichtversicherung, damit auch in Zukunft alle - unabhängig von ihrem Einkommen - auf die Gesundheits- und Pensionsversorgung vertrauen können.
    Ja: 766.709 (96,4 Prozent)
    Nein: 15.464 (1,9 Prozent)
    Unbeantwortet: 12.914 (1,6 Prozent)
  • Forderung 3: Wir fordern, dass Lohnerhöhungen und Arbeitszeiten weiterhin durch die Gewerkschaften in Kollektivverträgen geregelt werden.
    Ja: 769.326 (96,8 Prozent)
    Nein: 10.296 (1,3 Prozent)
    Unbeantwortet: 15.465 (1,9 Prozent)
  • Forderung 4: Wir fordern einen Anspruch auf Abfertigung ab dem ersten Tag - auch bei Selbstkündigung - mit freier Verfügbarkeit durch die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.
    Ja: 703.607 (88,5 Prozent)
    Nein: 59.972 (7,5 Prozent)
    Unbeantwortet: 31.508 (4,0 Prozent)
  • Forderung 5: Wir fordern eine schulische und berufliche Bildungsoffensive, um die Zukunftschancen aller zu verbessern. Ziel ist: ein offener Bildungszugang ohne soziale Barrieren.
    Ja: 748.746 (94,2 Prozent)
    Nein: 19.321 (2,4 Prozent)
    Unbeantwortet: 27.020 (3,4 Prozent)
  • Forderung 6: Wir fordern die Aufrechterhaltung der Funktionsfähigkeit der öffentlichen Dienste und den Stopp des unwiderruflichen Ausverkaufs öffentlichen Eigentums (z.B. Betriebe, Strom, Wasser, Wälder), um unsere Grundversorgung zu sichern.
    Ja: 751.913 (94,6 Prozent)
    Nein: 21.183 (2,7 Prozent)
    Unbeantwortet: 21.991 (2,8 Prozent)
  • Soll der ÖGB zur Durchsetzung seiner Forderungen in Verantwortung für die Zukunft unseres Landes und seiner Menschen notfalls auch gewerkschaftliche Kampfmaßnahmen ergreifen?
    Ja: 699.459 (88,0 Prozent)
    Nein: 55.907 (7,0 Prozent)
    Unbeantwortet: 39.721 (5,0 Prozent)
(red)
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    Präsident Verzetnitsch freut sich über die rege Teilnahme an der Urabstimmung

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