Druck auf Banken zu niedrigeren Überweisungskosten steigt

6. November 2001, 14:33
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Finz: Rasch freiwillige Einigung sonst Regelung von außen

Brüssel - Der Druck auf die heimischen Banken, ihre Überweisungskosten innerhalb der Eurozone auf das Niveau von Inlandsüberweisungen zu senken, steigt "und das ist gut so" stellte Staatssekretär Alfred Finz (V) am Dienstag in Brüssel anlässlich des EU-Finanzministertreffens fest. Denn auch die Banken in den anderen EU-Staaten stünden unter dem gleichen Druck.

Die EU-Kommission hat einen Vorschlag unterbreitet, wonach den Banken per Verordnung niedrigere Gebühren für Überweisungen in der Eurozone und für Geldabhebungen bei Automaten in der Eurozone vorgeschrieben werden sollen. Die Konsumentenschutzminister oder die Finanzminister dürften vor Jahresende dazu eine Entscheidung treffen. Die Banken wollen lieber freiwillige Vereinbarungen dazu vorlegen.

Deutschlands Finanzminister Hans Eichel kritisierte die Banken am Dienstag dafür, bisher keine annehmbaren Vorschläge für die Regelung der Gebühren vorgelegt zu haben. Die hohen Gebühren seien nicht akzeptabel. Finz sprach hingegen von einem "gewissen Verständnis", das er für den Wunsch der Banken habe, ihre Gebühren selber zu regeln. Die Banken müssten allerdings "sehr rasch" mit konkreten Vorschlägen kommen, da sonst "eine Regelung von außen" kommen werde. (APA)

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