Fall des britischen Posträubers Biggs wird wieder aufgerollt

5. November 2001, 16:59
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Zustand nach gesundheitlicher Krise wieder stabil

London - Der Fall des legendären Posträubers Ronnie Biggs wird wieder aufgerollt: Die britischen Justizbehörden gaben am Montag bekannt, dass die im Jahr 1964 auf 30 Jahre festgesetzte Haftstrafe überprüft werde. Das Verfahren werde sich voraussichtlich über mehrere Monate hinziehen. Sollten die Behörden für eine Verkürzung der Haft plädieren, müsste sich zunächst das Berufungsgericht mit dem Fall befassen. Es ist nicht damit zu rechnen, dass der 72-Jährige in absehbarer Zeit entlassen wird.

Biggs ist wohlauf

Das Queen-Elizabeth-Krankenhaus im Londoner Stadtteil Greenwich gab am Montag bekannt, Biggs sei wohlauf. Der prominente Häftling war am Freitag wegen gesundheitlichen Problemen aus seiner Zelle in einem Hochsicherheitsgefängnis in die Klinik eingeliefert worden.

Freiwillig aus dem Exil

Gut 38 Jahre nach seinem Überfall auf einen Postzug war Biggs aus gesundheitlichen Gründen Anfang Mai freiwillig aus dem brasilianischen Exil in seine alte Heimat zurückgekehrt und noch am Flughafen verhaftet worden. Biggs und seine Komplizen hatten 1963 bei dem Überfall auf einen Postzug zwischen Glasgow und London nach heutigem Wert umgerechnet 84,4 Mill. Euro (1,161 Mrd. S) erbeutet. Nach der Flucht aus dem Gefängnis hatte sich Biggs nach Brasilien abgesetzt. (APA)

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