Kaufanreize beflügeln US-Autoabsatz im Oktober

2. November 2001, 07:58
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Analysten rechnen mit Rückschlag im vierten Quartal

Frankfurt - Die führenden Autohersteller haben dank verstärkter Kaufanreize ihren Absatz in den USA im vergangenen Monat deutlich gesteigert und damit den negativen Auswirkungen der Anschläge vom 11. September getrotzt. Insgesamt kauften die US-Verbraucher im Oktober 1,727 Millionen Pkws und leichte Nutzfahrzeuge, 24,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Der weltweit größte Autohersteller General Motors (GM) meldete am Donnerstag ein 31-prozentiges, der Branchenzweite Ford sogar ein 36-prozentiges Absatzplus bekannt. Die US-Tochter Chrysler der DaimlerChrysler AG verzeichnete einen Zuwachs von fünf Prozent. Auch BMW und VW wiesen Steigerungen aus.

Noch im September war der US-Absatz der Autohersteller unter dem Eindruck der Anschläge um 9,1 Prozent gesunken. Zu berücksichtigen ist bei den Zahlen von Oktober allerdings, dass der Monat in diesem Jahr einen Verkaufstag mehr hatte als im Vorjahr.

Belastungen in vierten Quartal

GM verkaufte nach eigenen Angaben im vergangenen Monat 546.093 Fahrzeuge nach 401.534 im Oktober 2000. Ford setzte ohne ausländische Marken 400.893 (Vorjahreszeitraum: 283.165) Fahrzeuge ab. Chrysler steigerte seinen US-Absatz im Oktober auf 209.478 (192.019) Wagen. Dabei sei der Pkw-Absatz um zwei Prozent auf 48.340 Fahrzeuge zurückgegangen, während der von leichten Nutzfahrzeugen sich um sieben Prozent auf 161.138 Wagen erhöht habe, teilte DaimlerChrysler weiter mit. Der Absatz von Mercedes-Benz legte um 0,3 Prozent auf 18.443 Fahrzeuge zu.

Branchenexperten rechnen indes damit, dass die Hersteller im vierten Quartal die Belastungen aus den angekündigten Stellenstreichungen und Sparplänen voll zu spüren bekommen werden. Auch durch die Null- und Niedrigzins-Finanzierungen zur Ankurbelung des Geschäfts seien über kurz oder lang Einbußen für die Unternehmen zu erwarten, sagten Analysten.

GM hatte kurz nach den Anschlägen am 11. September seine Kaufanreize verstärkt, Ford und Chrysler zogen später nach. Die Konzerne haben angekündigt, ihre Angebote Ende November auslaufen zu lassen. Einige Analysten schließen aber eine Verlängerung der Programme nicht aus. (APA/Reuters)

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