"Österreichische Lösung" für TA gesucht

1. November 2001, 09:37
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Heimische Banken und Industrielle sollen eine "Steuerungs-Holding" gründen

ie Ankündigung der Telecom Italia, ihren Anteil von 29,8 Prozent an der Telekom Austria zu verkaufen, hat eine hektische Suche nach einer "österreichischen Lösung" für die TA ausgelöst. Dabei soll laut "Kurier" der TI-Anteil und der ÖIAG-Anteil (47,8 Prozent) an Großanleger, vorwiegend amerikanische Fonds, verkauft werden. Das gesamte Paket dürfte mehr als 70 Mrd. S wert sein.

Die Fähigkeit heimischer Investoren

Die Dimension überseige die Fähigkeit heimischer Investoren bei weitem, so die Zeitung. Die unternehmerischen Entscheidungen sollen allerdings weiterhin in Österreich fallen.

Lösung

Die Lösung könnte eine Art "Steuerungs-Holding" sein, die heimische Banken und Industrielle gründen, und die sich über diese Holding mit kleinen Anteilen an der TA beteiligen. Diese Holding würde etwa für die US-Fonds den Aufsichtsrat und den Vorstand der TA bestellen sowie die strategischen Entscheidungen treffen. Dem Vernehmen nach haben Großbanken (Bank Austria, RZB, Bawag) und Industrielle (Hans Peter Haselsteiner, Hannes Androsch) bereits mit Verhandlungen mit der ÖIAG über eine derartige Konstruktion begonnen.

Steht die österreichische Gruppe, soll diese mit potenziellen Investoren über den Kauf von TA-Anteilen verhandeln, so die Zeitung. Androsch hat dem Vernehmen nach bereits eine Interessenten-Gruppe (Providence Equity) für einen Einstieg hinter sich. Als zweite Variante wird eine Übernahme der TA durch den Großinvestor und Fonds-Manager George Soros gehandelt.(APA)

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