Alois Forer (1909-2001)

1. November 2001, 20:41
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Organist und Musikpädagoge

Salzburg - In Henndorf (Flachgau) ist am Freitag vergangener Woche der Salzburger Organist und emeritierte Ordentliche Universitätsprofessor Alois Forer (92) verstorben. "Die Universität Mozarteum trauert um den hochgeschätzten Künstler und Pädagogen, der in seiner langjährigen Tätigkeit an der Universität Mozarteum sowie als Ehrenmedaillenträger der Universität Mozarteum wichtige Impulse gesetzt hat, und wird ihm stets ein dankbares Andenken bewahren", hieß es am Dienstag in einer Aussendung der Hochschule.

Alois Forer, geboren am 19. Februar 1909 in Telfs im Oberinntal, kam nach anfänglichen Studien an Konservatorium und Universität Innsbruck nach Wien, wo er an der Staatsakademie für Musik und darstellende Kunst Orgel, Komposition und Musikpädagogik studierte. Jahrzehntelang, bis 1974, unterrichtete Forer in seiner Orgel-Konzertfachklasse an der Wiener Musikhochschule, von 1974 bis 1982 an der Hochschule Mozarteum mit großem Erfolg eine Unzahl von Schülern, darunter viele Preisträger bei internationalen Wettbewerben.

Forer war aber nicht nur angesehener Pädagoge, er hatte sich auch künstlerisch einen Namen gemacht: als Solist in zahlreichen Orgelkonzerten, bei Rundfunk- und Schallplattenaufnahmen sowie als Orgelsolist bei Konzerten der bedeutendsten Orchester, wo er unter den berühmtesten Dirigenten seiner Zeit - von Toscanini über Furtwängler bis hin zu Karajan - viele Jahre tätig war. Als langjähriger Organist der Wiener Hofmusikkapelle gab er der Orgelmusik in diesem international berühmten Rahmen neue Bedeutung.

Mit der Gründung des TOE (Institut für organologische Forschung und Dokumentation der Universität für Musik und darstellende Kunst) Anfang der Siebziger Jahre krönte Forer sein jahrzehntelanges Wirken als Experte für Orgelrestaurierungen und -neubauen. Forer wirkte sowohl als Autor (sein Buch "Orgeln in Österreich" wurde zweimal aufgelegt) als auch als Hochschulpolitiker (hier wirkte er bei der Realisierung des Kunsthochschulorganisationsgesetzes mit). Seine Verdienste wurden durch das Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst und das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich sowie die Ehrenmedaille der Bundeshauptstadt Wien in Gold gewürdigt. Die Universität für Musik und darstellende Kunst Wien verlieh ihm die Goldene Erinnerungsmedaille, von der Universität Mozarteum bekam er die Goldene Ehrenmedaille. (APA)

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