UNICEF sorgt sich nach Taliban-Drohung um Mitarbeiter in Afghanistan

24. September 2001, 18:59
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Kontakt zu rund 70 Afghanen verloren - Taliban drohten mit Hinrichtung bei Computer-Benutzung

Köln - Das UNO-Kinderhilfswerk UNICEF hat den Kontakt zu seinen rund 70 Mitarbeitern in Afghanistan verloren. Der Kontakt sei bereits am vergangenen Freitag abgebrochen, teilte UNICEF am Montag in Köln mit. Zuvor hätten die Taliban den Helfern verboten, Telefone, Funkgeräte und Computer zu benutzen. Bei Zuwiderhandlung seien sie mit Exekution bedroht worden.

Bereits vor zwei Wochen hätten die internationalen Mitarbeiter das Land verlassen müssen, teilte das Kinderhilfswerk mit. Nun habe UNICEF auch seine afghanischen Mitarbeiter aufgefordert, ihre Arbeit vorübergehend ruhen zu lassen. Den Angaben zufolge befinden sich mehr als 900.000 Menschen in Flüchtlingslagern. UNICEF schätzt, dass bis zu 70 Prozent der Menschen in den Lagern Kinder und Frauen sind, die wegen des nahenden Winters dringend mit dem Nötigsten versorgt werden müssten.

UNICEF ruft dringend zu Spenden für die notleidenden Kinder in Afghanistan auf: Spendenkonto PSK 15 16 500 Stichwort: Kinder Afghanistan

Spenden können auch über das Internet überwiesen werden: www.unicef.at/spende(APA/AP)

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