Ehrung für Wiener Unfallchirurg Poigenfürst

20. September 2001, 22:21
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Für Verdienste im rumänischen Ort Temesvar

Wien - Dem Wiener Unfallchirurgen Johannes Poigenfürst (71) wurde Donnerstag Abend im Rahmen eines Festaktes im Wiener Haus der Industrie der mit 100.000 Schilling dotierte Kardinal-König-Preis der Stiftung "Communio et Progressio" verliehen. König überreichte den Preis persönlich und würdigte Poigenfürst für seine Verdienste im rumänischen Ort Temesvar. Poigenfürst legte dort 1993 den Grundstein für ein österreichisches Unfallkrankenhaus nach europäischem Standard - die "Casa Austria".

Beispielhafte persönliche Initiative

Poigenfürst sei ein "Beispiel, was durch persönliche Initiativen" alles möglich ist - "und das war sehr viel", so König. Er überreiche den Preis in Anerkennung "großer Leistungen". In Zeiten, in denen man fast nur von schlechten Ereignissen höre, sei es eine Freude, von Menschen zu hören, die sich für etwas Gutes einsetzen, ohne dafür eine Gegenleistung zu erwarten, meinte der Kardinal.

Es fehlen noch finanzielle Mittel

Poigenfürst sprach von einer "großen Anerkennung für unser Projekt". dieses wäre aber ohne die Unterstützung von rund 5.000 Spendern nicht möglich gewesen. Allein durch diese Spenden von Privatpersonen seien 20 Millionen Schilling für das Unfallkrankenhaus in Temesvar eingenommen worden. Der frühere ärztliche Leiter des Lorenz-Böhler-Unfallkrankenhauses merkte auch an, dass noch weitere zwölf Millionen für medizinische Geräte und Ausstattung fehlen würden. Man werde bei der Regierung "bald anklopfen" und um Unterstützung bitten, so Poigenfürst. (APA)

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