Rebellenführer erklärt bewaffneten Kampf für beendet

28. August 2001, 07:04
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"Es ist notwendig, dass wir weiter miteinander leben."

Sipkovica - Der Führer der albanischen Rebellen in Mazedonien hat den bewaffneten Kampf für beendet erklärt. In einem Interview mit sagte Ali Ahmeti in dem Dorf Sipkovica: "Es ist notwendig, dass wir weiter miteinander leben." Nach Beginn der NATO-Aktion zum Einsammeln von einem Drittel der Rebellenwaffen gehe es nun darum, das Friedensabkommen umzusetzen.

Nun sei es an den mazedonische Hardlinern um Ministerpräsident Ljubco Georgievski, zu beweisen, dass sie zu ihrem Wort stehen, meinte Ahmeti. Der internationale Friedensplan sieht vor, dass die albanische Minderheit mehr Rechte erhält. Dazu muss das Parlament die Verfassung ändern und mehrere Gesetze beschließen. "Das ist gewiss ein Prozess, der viel Mut erfordert", sagte Ahmeti. Das nächste Drittel der Waffen soll nach der ersten Gesetzgebungsrunde abgegeben werden. Die letzten Waffen folgen nach der zweiten Gesetzgebungsrunde.

Unterdessen haben die albanischen Rebellen am ersten Tag des Entwaffnungseinsatzes der NATO mehr als 400 Waffen abgegeben. "Das ist eine gute Zahl für den ersten Tag der Waffensammlung", meinte ein britischer Sprecher am Montag in Skopje.

Vor allem seien schwere Maschinengewehre und Mörser abgeliefert worden, sagte er. Nach Angaben der NATO lieferten die Rebellen etwa 300 Kalaschnikow-Schnellfeuergewehre, rund 80 leichte Maschinengewehre, 10 schwere Maschinengewehre, 30 Gewehre, 15 Panzerfäuste und knapp 20 Mörser ab. Zudem seien beim ersten Waffensammelpunkt im Norden des Landes Munition und Minen entgegengenommen worden.(APA/ag.)

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