Britischer NATO-Soldat in Mazedonien durch Steinwurf getötet

27. August 2001, 12:15
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Beginn von "Essential Harvest" verzögert sich

Skopje - Wenige Stunden vor dem geplanten Beginn des NATO-Einsatzes "Essential Harvest" zum Einsammeln freiwillig abzugebender Waffen der albanischen UCK-Rebellen in Mazedonien hat neue Gewalt das Balkanland erschüttert. Wie ein NATO-Sprecher am Montag in Skopje bestätigte, wurde ein britischer Soldat am Vorabend auf dem Weg vom Flughafen in die Hauptstadt von Steinwürfen am Kopf tödlich verletzt. Er sei auf dem Weg in ein NATO-Feldlazarett im Kosovo gestorben.

Der geplante Beginn der NATO-Operation verzögerte sich am Montagmorgen. Ein Sprecher sagte, die Truppe warte noch auf die Bestätigung, dass die mazedonische Armee wie geplant ihre schweren Waffen aus den Kampfstellungen zurückgezogen habe. In den Mittagsstunden soll erneut beraten werden. Slawische mazedonische Demonstranten blockierten unterdessen bei Tetovo im Nordwesten eine Straße, um die Verlegung von Waffen der Streitkräfte zu verhindern. Aus der mazedonischen Armee hieß es, damit werde sich der mazedonische Abzug verzögern.

In Skopje richteten zwei Sprengstoffanschläge in der Nacht und am frühen Morgen Sachschaden an. Es habe aber keine Verletzten gegeben, erklärte die Polizei. Eine Bombe explodierte unweit der albanischen Botschaft, eine zweite beschädigte gegen 03.00 Uhr Geschäfte eines Einkaufszentrums in der Innenstadt. Die Anschläge folgten auf die Sprengung eines Hotels im Nordwesten des Landes, für die albanische Rebellen verantwortlich gemacht wurden. (APA/AP/dpa)

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