Studie: Österreich fehlen 9.300 Netzwerktechniker

24. August 2001, 18:14
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Bis 2004 fehlen der heimischen Wirtschaft 85.000 IT-Fachkräfte

Wien - In Österreich fehlen derzeit mehr als 9.300 Netzwerktechniker. Bis zum Jahr 2004 sollen sogar rund 21.400 Netzwerktechniker fehlen. Dies geht aus einer vom US-Netzwerkausrüster Cisco Systems in Auftrag gegebene Studie des Marktforschungsinstituts IDC hervor, die am Freitag veröffentlicht wurde. Der Mehrbedarf an IT-Arbeitskräften soll im selben Zeitraum von den heute notwendigen 19 Prozent auf 22 Prozent steigen.

Für Gesamt-Westeuropa erwartet IDC bis 2004 einen Bedarf von mehr als 1,87 Millionen EDV-Arbeitskräften. Am meisten betroffen sei dabei Deutschland mit einem 37 prozentigen Mehrbedarf oder 192.853 fehlende IT-Mitarbeiter im Jahr 2004, gefolgt von Spanien und Norwegen mit 32 Prozent. Osteuropa, so die IDC-Prognose, wird bis 2004 vor einem noch höheren Bedarf stehen: In Ungarn werden 45 Prozent der Arbeitskräfte fehlen, in Polen 39 Prozent.

Bis 2004 fehlen 85.000 IT-Fachkräfte

In Österreich rechnet IDC - wie berichtet - bis 2003 insgesamt mit einem Mangel von 85.000 IT-Fachkräften. Die Einschätzungen über den Fachkräftemangel in der IT-Branche gehen allerdings auseinander. Im Mai prognostizierte eine Studie der Synthesis-Forschungsgesellschaft 7.400 fehlende IT-Fachkräfte für das Jahr 2002. Diese Studie nahm das Wirtschaftsministerium als Basis für seine Initiative, vermehrten Zuzug von Facharbeitern zu ermöglichen. Eine Wifo-Studie wiederum sagt das Fehlen von 13.000 IT-Spezialisten voraus.

Nach Ansicht von Cisco werden künftig vor allem Klein- und Mittelbetriebe (KMUs) neue Arbeitsplätze im IT-Bereich schaffen. Diese Betriebe würden zunehmend das Internet als enorme Chance erkennen. Durch den höheren Mehrbedarf an IT-Unterstützung würden die KMUs daher "zu den neuen Hoffnungsträgern des EDV-Sektors", so der Geschäftsführer Cisco Systems Österreich, Günther Brand. (APA)

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IDC
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