Bau Holding Strabag verbessert Ergebnis

24. August 2001, 13:09
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Bauleistung soll im Gesamtjahr Vorjahresniveau erreichen - Beteiligung in Bulgarien

Wien - Der bei weitem größte österreichische Baukonzern, die Bau Holding Strabag, hat im 1. Halbjahr einen Rückgang in der Konzern-Bauleistung von 5,1 Prozent auf 16,2 Mrd. S (1,18 Mrd. Euro) verzeichnet. Der Auftragsüberhang im Konzern lag mit 35,32 Mrd. S um 19,7 Prozent über dem Vorjahr, teilte das Unternehmen mit. Das Ergebnis vor Steuern lag in den ersten sechs Monaten mit 288 Mill. S über dem Vorjahreswert von 275 Mill. S.

Die Entwicklung der Bauleistung sei plangemäß verlaufen, heißt es im Aktionärsbrief weiter. Die Leistungsrückgänge am heimischen Markt, wo die Bauleistung um 9,3 Prozent auf 8,67 Mrd. S sank, seien auf die erwarteten Marktreaktionen in Folge der stattgefundenen Konsolidierungsprozesse zurückzuführen. In Ungarn sei das Leistungsniveau mit 2,13 Mrd. S (-1 Prozent) trotz der diskriminierenden Vorgangsweise der ungarischen öffentlichen Auftraggeber durch den Ausbau der Sparte Hochbau worden. Auch in Tschechien bzw. der Slowakei führten die verstärkten Hochbauaktivitäten zu einer Ausweitung der Bauleistung um 13,6 Prozent auf 1,42 Mrd. S geführt. In Polen sank sie dagegen um 26 Prozent auf 798 Mill. S.

"Moderate" Expansion in den Reformländern

Im Rahmen der "moderaten" Expansion in den Reformländern habe sich das Unternehmen in Bulgarien zu 74 Prozent an der neu gegründeten Ing Stroy Sofia AG beteiligt. Diese aus einem früher gemeindeeigene Straßenbauunternehmen hervorgegangene Gesellschaft, an der die Stadt Sofia mit 26 Prozent beteiligt ist, mit 700 Mitarbeitern habe kürzlich ihre Aktivitäten aufgenommen.

Die aktuelle Planung für das Jahr 2001 lasse auf Basis der vorhandenen Auftragsbestände erwarten, dass das Leistungsvolumen auf dem Niveau des Jahres 2000 gehalten werden kann. "Unter Berücksichtigung der gegenwärtigen Marktbedingungen und der Bonität der vorhandenen Aufträge geht der Vorstand von einem wiederum zufriedenstellenden Ergebnis zum Jahresende aus", heißt es in dem Aktionärsbrief weiter.

Beschäftigtenzahl rückgängig

Die Beschäftigtenzahl im Konzern ging im ersten Halbjahr um 6,1 Prozent auf 18.773 zurück. In Österreich beschäftigte die Bau Holding Strabag mit 9.801 Mitarbeitern um 11,9 Prozent weniger Mitarbeiter, in Tschechien und der Slowakei mit 2.485 um 15,4 Prozent weniger.

In dem um 19,7 Prozent höheren Auftragsüberhang sei als wesentliches Einzelprojekt das B.O.T Projekt Autobahn A2/Polen hervorzuheben, so das Unternehmen. In Österreich lag der Auftragsstand mit 13,43 Mrd. S um 5,7 Prozent unter dem Vorjahreswert. Zuwächse gab es in Ungarn (plus 32,1 Prozent sowie in Tschechien und der Slowakei (plus 19,1 Prozent). (APA)

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