Das neue Schuljahr startet mit zahlreichen Änderungen

22. August 2001, 18:42
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Neue Lehrer-Dienstrechte, Verhaltensvereinbarungen

Wien - Für rund 100.000 Taferlklassler beginnt in wenigen Tagen die Schule: in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland am 3. September, in den übrigen Bundesländern eine Woche später. Insgesamt erwartet das Bildungsministerium heuer wie im Vorjahr etwa 1,2 Millionen Schüler. Mit dem neuen Schuljahr treten zahlreiche - umstrittene - Änderungen in Kraft: Sowohl Bundes- als auch Landeslehrer arbeiten nach einem neuen Dienstrecht. Außerdem können an den Schulen die lange umstrittenen Verhaltensvereinbarungen abgeschlossen werden.

Durch Verhaltensvereinbarungen dürfen an den einzelnen Schulen im Schulgemeinschaftsausschuss bzw. Schulforum mit einfacher Mehrheit bestimmte Regeln aufgestellt werden. Werden diese von Schülern, Eltern oder Lehrern verletzt, können im schulpartnerschaftlichen Gremium Sanktionen ausgemacht werden.

Geschichte und politische Bildung

Auf Grund einer "Abstimmungspanne" im Parlament heißt das Fach "Geschichte und Sozialkunde" in der 7. und 8. Klasse AHS künftig "Geschichte und Politische Bildung". Ursprünglich war die Einführung erst für das Schuljahr 2002/2003 geplant, allerdings hat die SPÖ nach langen Diskussionen zwar der Einführung zugestimmt, den entsprechenden Passus zum Wirksamwerden erst im kommenden Schuljahr abgelehnt.

Mehr Rechte bringt das kommende Schuljahr für Schülervertreter. So werden deren Tätigkeiten künftig als Rechtfertigungsgrund für ein Fernbleiben vom Unterricht anerkannt. Zur Beratung einer Klasse wird es auch drei "Schülervertreterstunden" geben. Außerdem müssen sie auch zu Lehrerkonferenzen rechtzeitig und nachweislich eingeladen. Der Schulleiter wiederum wird ihre Arbeit zu unterstützen haben. (APA)

HINTERGRUND

Neue Dienstrechte:

AHS-Lehrer

Landeslehrer

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