OMV dürfte bei Hellenic Petroleum zum Zug kommen

21. August 2001, 15:11
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Staat zieht sich auf 35 Prozent zurück

Athen - Der österreichische Energiekonzern OMV könnte gute Chancen haben, bei der Teilprivatisierung der Hellenic Petroleum (Helpe), dem größten Industrieunternehmen Griechenlands, zum Zug zu kommen: Die führende griechische Zeitung "Kathimerini" nennt die OMV als aussichtsreichsten Kandidaten für die Übernahme von mehr als einem Drittel der Anteile an Helpe sowie des Managements für den griechischen Ölkonzern.

Der griechische Staat, der derzeit noch rund 62 Prozent an Helpe hält, will sich auf bis zu 35 Prozent zurückziehen. Vor der OMV waren in der griechischen Presse auch die griechischen Großreeder Latsis und Vardinoyannis als Anwärter für den zum Verkauf stehenden Helpe-Anteil genannt worden. Für kleinere Beteiligungen wurden auch die russische Lukoil, die ungarische MOL sowie die polnische PKN Orlen gehandelt. Außerdem sollen sich über griechische Mittelsmänner auch der deutsche Energiekonzern RWE sowie die saudiarabische Aramco eingschaltet haben.

Hellenic Petroleum mit kräftigem Gewinn

Hellenic Petroleum hat im Geschäftsjahr 2000 den Gewinn um 42 Prozent auf rund 745 Mill. Euro (10,25 Mrd. S) gesteigert. Helpe kontrolliert seit zwei Jahren auch die Raffinerie von Skopje, die durch eine Pipeline mit Saloniki verbunden ist. Außerdem gehört zur Helpe-Gruppe die albanische Tankstellenkette Global.

Die Helpe-Privatisierung soll in dieser Woche im griechischen Parlament mit den Stimmen der reform-sozialistischen Regierungspartei und gegen die Stimmen der bürgerlichen Opposition verabschiedet werden. Die Opposition spricht von einer "Verschleuderung an Kapitalisten und Ausländer". Die Raffinerien der Helpe werden aus diesem Grund seit Montag bestreikt. (APA)

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