FC Tirol hofft auf die Millionenliga

22. August 2001, 15:34
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Jaras Team wirkt vor dem Rückspiel gegen die Lokomotive aus Moskau zuversichtlich

Innsbruck - Mit einem 1:3 aus dem Hinspiel als Hypothek geht der FC Tirol am Mittwoch ins Rückspiel der Champions League- Qualifikation gegen Lokomotive Moskau. Die Zuversicht im Lager der Innsbrucker, die lukrative Eliteliga zu erreichen, ist aber ungebrochen. "Ich rechne mit dem Aufstieg", sagt Trainer Kurt Jara, dessen Team auf die Unterstützung von 15.200 Fans im ausverkauften Tivoli neu zählen kann.

"Die Russen sind nicht stärker als wir"

Die Tiroler nehmen ihren Optimismus nicht zuletzt aus dem Hinspiel. Das Ergebnis mit dem schnellen 1:0 und dem Tausend-Gulden- Schuss von Ignaschewitsch zum 3:1-Endstand hat die Leistungsstärke nicht wieder gegeben, ist Jara überzeugt. "Die Russen sind nicht stärker als wir", betont der Tirol-Coach. Jara erwartet einen defensiv eingestellte Mannschaft, die mit neun Mann verteidigen wird.

90 Minuten arbeiten

Das Gegenrezept: Die Gegner vorne attackieren, aber die Abwehr nicht entblößen, damit die schnellen Lok-Spieler keine Chancen zum Kontern haben. Die eigenen Chancen verwerten. 90 Minuten arbeiten und den Glauben nicht verlieren. Jara: "Man kann so ein Spiel auch in den letzten fünf Minuten entscheiden, aber dafür muss man 85 Minuten davor kämpfen. Wenn wir nach zehn Minuten nicht 1:0 führen, darf keine schlechte Stimmung aufkommen. Ganz im Gegenteil."

Ein 2:0 ist machbar

Die Spieler versprechen jedenfalls 90 Minuten Volldampf. "Für den ganzen Verein hängt sehr viel von diesem Spiel ab, ganz Tirol brennt auf die Champions League", sagt Roland Kirchler. "Wir werden von der ersten bis zur letzten Minute Power geben. Die Chance ist da, aber jeder weiß, dass es ganz schwer wird. Doch ein 2:0 ist machbar", meint Radoslav Gilewicz. Die Zuversicht der Innsbrucker nährt auch die Rückkehr von Kapitän Michael Baur, der nach dem Ablaufen seiner internationalen Sperre wieder dabei ist. (APA)

Technische Daten und möglichen Aufstellungen für das Drittrunden-Rückspiel der Fußball-Champions League-Qualifikation

  • FC Tirol - Lok Moskau (Mittwoch, Innsbrucker Tivoli neu, Beginn 20.30 Uhr/live ORF 1/Referee Mario van der Ende/NED, erstes Spiel: 1:3):

    Tirol: Ziegler - Baur - W. Kogler, Zwyssig - Ibertsberger, Kirchler, Alfred Hörtnagl, Brzeczek, Marasek/Wazinger - Gilewicz, Jezek.

    Ersatz: Weber - Prudlo, Scharrer, Schiener, Mair, Glieder

    Es fehlen: Anfang, Panis, Barisic (alle verletzt)

    Fraglich: Marasek (Außenband-Einriss)

    Lokomotive: Nigmatullin/Sachatschuk - Tschugainow - Sennikow, Nischegorodow - Obradovic, Ismailow, Ignaschewitsch, Loskow, Maminow, Leggetho - Obiorah

    Ersatz: Sachatschuk/Nigmatullin - Drosdow, Pimenow, Busnikin, Dschanaschia, Sarkisjan

    Fraglich: Nigmatullin (Handgelenk verstaucht)

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