Abfertigung: Gajdosik fordert erneut Einzahlung ab erstem Tag

16. August 2001, 14:27
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Wiener AK-Vize für Wahlfreiheit bei Auszahlung

Wien - Der Wiener AK-Vizepräsident Alfred Gajdosik fordert erneut die Einzahlung für die "Abfertigung Neu" ab dem ersten Arbeitstag. "Jede andere Lösung würde Saisonbeschäftigte ausschließen und damit zu Qualitätsverlust durch Abwanderung aus der Tourismusbranche führen", so Gajdosik in einer Aussendung am Donnerstag: "Das anhaltende Hoch im Winter- und Sommertourismus muss sich auch bei der neuen Abfertigungsregelung niederschlagen."

"Um weiterhin Qualitätstourismus bieten zu können, dürfen die Mitarbeiter in dieser Branche von der neuen Abfertigungsregelung nicht ausgenommen werden", meint Gajdosik. Außerdem fordert er die Wahlfreiheit zwischen der Auszahlung der Abfertigung nach dem derzeitigen Muster und einer Zusatzpension. Die ÖAAB-Spitze tritt dagegen für die Umwandlung der Abfertigung in eine "zweite Säule" des Pensionssystems ein.

VP-Kopf will "österreichischen Anachronismus" beenden

Wirtschaftsbund-Generalsekretär Karlheinz Kopf (V) weist Aussagen seines Parteikollegen, des Wiener AK-Vizepräsidenten Alfred Gajdosik (V), zur Abfertigungs-Reform zurück. Gajdosik hatte am Donnerstag betont, dass Arbeitnehmer auch im Rahmen der "Abfertigung Neu" die Möglichkeit haben müssen, sich ihre Abfertigung auf einen Schlag auszahlen zu lassen. Die zwingende Umwandlung in ein zweites Standbein der Pensionsversicherung lehnt Gajdosik ab.

Kopf will dagegen "die Chance nützen, den österreichischen Anachronismus der Abfertigung weitestgehend in eine zweite Säule der Altersvorsorge umzuwandeln". Dies müsse "aufkommensneutral für die Wirtschaft und branchenverträglich" geschehen, so Kopf. In Richtung Gajdosik meint der Wirtschaftsbund-General: "Man sollte sich endlich davon verabschieden, mit Schlagworten und Stehsätzen die laufenden Verhandlungen zu beeinträchtigen." (APA)

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