Europaweit größtes Projekt: Griechischer See soll wieder entstehen

10. August 2001, 14:53
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Knapp 40 Jahre nach der Trockenlegung

Athen - Im bisher größten europäischen Umweltprojekt seiner Art soll knapp 40 Jahre nach seiner Trockenlegung der mittelgriechische See Karla wieder entstehen. Die Kosten für die Wiederherstellung des seit 1962 ausgetrockneten Sees liegen bei umgerechnet 147 Millionen Euro (2,02 Mrd. S).

Die Fläche soll im Sommer rund 4.500 Hektar und im Winter 18.000 Hektar umfassen, hieß es. Nach Angaben der griechischen Presse vom Freitag ist es das bisher größte Projekt der Wiederherstellung einer ursprünglichen Umweltsituation in Europa.

Das griechische Umweltministerium geht davon aus, dass der See spätestens in sieben Jahren wieder in seinem vollen Umfang existieren wird. Anfang der sechziger Jahre war der See zur Bekämpfung von Malaria und für zusätzliche landwirtschaftliche Nutzflächen ausgetrocknet worden. "Heute sehen wir ein, dass das ein Fehler war", sagte der Präfekt der Region Volos im Radio.

Das Grundwasser sei in den vergangenen Jahren restlos erschöpft. Rund 430.000 Vögel, die bis 1962 in der Region lebten, seien verschwunden. Der Boden sei wie eine Steppe geworden, hieß es. "Jetzt müssen wir wieder das werden, was unsere Vorfahren waren: Fischer", sagten Bewohner der Region im Rundfunk. (APA/dpa)

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