Schweres Zerwürfnis zwischen Sharon und Peres

7. August 2001, 12:35
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Premier Sharon lehnt Vorschlag von Gesprächen mit Palästinensern kategorisch ab

Jerusalem - Der israelische Ministerpräsident Ariel Sharon hat laut Fernsehberichten die Forderung von Außenminister Shimon Peres nach Verhandlungen mit den Palästinensern kategorisch abgelehnt. Bei einer dreistündigen Unterredung habe Sharon die Initiative von Peres zurückgewiesen, berichtete das israelische Fernsehen am Montagabend. Das Treffen, an dem auch der Vorsitzende des Außen- und Verteidungsausschusses des Parlaments, Dan Meridor, teilgenommen habe, sei ergebnislos beendet worden.

Experten des israelischen Außenministeriums hatten nach Presseberichten neue Vorschläge ausgearbeitet, wie der Friedensprozess mit den Palästinensern wieder belebt werden könnte. Ein vertrauliches Papier soll unter anderem die "großzügige" Rückgabe von besetzem Gebiet an die Palästinenser vorsehen.

Verteidigungsminister Benjamin Ben-Eliezer, der ebenso wie Peres der Arbeiterpartei angehört, hatte am Montag den palästinensischen Präsidenten Yasser Arafat zu einem Waffenstillstand und zur Rückkehr an den Verhandlungstisch aufgefordert. Arafat sei der Einzige, der unter den Palästinensern einen Waffenstillstand durchsetzen könne, wenn er dies wolle, sagte Ben-Eliezer im Rundfunk. (APA)

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