US-Krise spürbar: Weniger Flüge

6. August 2001, 18:36
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Vorstand Rehulka entgegnet Spekulationen über schlechtes Ergebnis - Strategische Partnerschaft mit Österreich Werbung

Wien - "Flüge zurücknehmen, Frequenzen verringern." Das sind die Konsequenzen, die AUA-Vorstand Mario Rehulka ziehen will, falls sich der sich abzeichnende Einbruch bei den Transatlantikflügen bis Herbst bestätigen sollte.

Von Jahresbeginn bis jetzt sei die Auslastung auf den Flügen nach New York und Toronto mit mehr als 70 Prozent gut, sagte Rehulka. Für Herbst zeichne sich aber ein deutlicher Einbruch ab. Wegen der US-Rezession seien die Vorausbuchungen für die Zeit nach Oktober "um 20 Prozent unter den Werten, die wir zum selben Zeitpunkt im Vorjahr hatten", so Rehulka.

"Absurd und geschäftsschädigend"

Während Japan nach wie vor sehr gut laufe und man überlege, die Relation nach Osaka 2002 um eine weitere Verbindung auf sieben aufzustocken sowie die Tokio-Flüge auf vier in der Woche zu verdoppeln, werde man auch in Europa zurückschrauben müssen. Als "absurd und geschäftsschädigend" bezeichnete der AUA-Boss jüngste Spekulationen über ein mögliches schlechtes Ergebnis der AUA im laufenden Geschäftsjahr. "Wir haben kein Ergebnisziel genannt und müssen auch keine Gewinnwarnung geben." Zahlen würden bei der Präsentation der Halbjahresbilanz am 22. August auf den Tisch kommen.

Unterdessen haben sich AUA und Österreich Werbung (ÖW) darauf verständigt, ihre bisher lose Kooperation zu einer strategischen Partnerschaft auszubauen. Auf den wichtigsten Auslandsmärkten wollen beide künftig gemeinsam für Österreich werben.

Die AUA gibt für reine Werbeaktivitäten im Ausland Rehulka zufolge jährlich gut 55 Mio. S (vier Mio. EURO) aus. Der Marketingeinsatz der ÖW im Ausland beläuft sich nach Angaben einer Sprecherin auf rund 180 Mio. S im Jahr. "Wenn wir zusammenlegen, können wir mehr erreichen", sagte Rehulka. Die AUA soll künftig stärker in den ÖW-Prospekten vorkommen, im Gegenzug lade die AUA Kongressveranstalter, Reisebüros und Tourismusleute nach Österreich ein, um die Werbewirkung zu verstärken. (stro, DER STANDARD, Printausgabe 7.8.2001)

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