Nase bei der Nasa

19. August 2001, 23:04
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Hauptamtlicher Riecher prüft "Alltagstauglichkeit" von Dingen, die ihre Reise ins All antreten, auf das es den Astronauten nicht stinkt.

George Aldrich (45), NASA-Geruchstester, befürchtet nur im häuslichen Bereich einen Duft-Schock. Wie der hauptamtliche "Schnüffler" der US-Raumfahrtbehörde dem "Spiegel" (Montagsausgabe) sagte, flüchte er regelmäßig aus dem Zimmer, wenn eines seiner vier Enkelkinder gewickelt werde.

Beruflich halte seine Nase hingegen einiges aus. Da in einer engen geschlossenen Raumkapsel viele Dinge bei hohen Temperaturen zu riechen anfingen, müsse er mit seinem Team vorab testen, was den Astronauten geruchsmäßig zugemutet werden könne.

Dafür würden Dinge, die die Reise ins All antreten sollen, bei 50 Grad in einem versiegelten Container für 72 Stunden fast gebacken. Die dabei entstehenden Dämpfe würden analysiert.

In den USA habe es bisher noch keinen geruchsbedingten Flug-Abbruch gegeben, erklärte die "NASA-Nase" dem "Spiegel". Die Russen hingegen hätten 1976 einmal notlanden müssen, weil irgendetwas so brutal zu stinken angefangen habe, dass es nicht mehr auszuhalten gewesen sei. (APA/red)

Wo Nasen sonst noch ihre Berufung finden, ...

Teil 2

Können Sie Ihr Auto riechen?

Teil 3

"Le nez"

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