Services bei max.mobil werden teurer

2. August 2001, 16:47
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Ab Frühjahr 2002 kostenpflichtiges WAP-Zusatzangebot - Deutsche Telekom verlangt ab November rund 10 Euro im Monat

Die Deutsche Telekom will ab November 2001 für mobile Datendienste in Deutschland 10 Euro (137,6 S) pro Monat kassieren. Die zehn Euro werden zusätzlich zu den Gebühren fällig, die Handybesitzer bereits jetzt für den WAP-Zugang bezahlen müssen. Einen entsprechenden Bericht der "Financial Times Deutschland" (FTD) vom Donnerstag bestätigte eine Sprecherin von T-Mobil in Bonn auf Anfrage. Die Österreich-Tochter der Deutschen Telekom, max.mobil, will laut Bericht - ebenso wie seine britische Schwester One2One - ab Frühjahr 2002 Zusatz-Gebühren für WAP-Dienste einheben.

max.mobil bestätigt Verteuerung

max.mobil werde für höherwertige WAP-Dienste der Deutschen Telekom-Tochter T-Motion, die mobile Applikationen entwickelt, ab Frühjahr 2002 eine Abonnement-Gebühr einheben, bestätigte max.mobil auf Anfrage. Die Höhe der Gebühr sei noch offen.

Vorbild: i-Mode

Die Deutsche Telekom will im Bereich mobile Datendienste ein Geschäftsmodell mit dem abgespeckten Internetstandard WAP (Wireless Application Protocol) aufbauen. Vorbild ist dabei der in Japan erfolgreiche Dienst i-Mode, der nach einem ähnlichen Bezahlprinzip arbeitet. Bisher versuchen die Mobilfunkanbieter, ihren Kunden durch kostenlose Dienste WAP (Wireless Application Protocol) schmackhaft zu machen.

"Wir wollen einen loyalen Kundenstamm"

"Wir wollen von vornherein einen möglichst loyalen Kundenstamm aufbauen", zitierte die Hamburger Wirtschafts- und Finanzzeitung den T-Motion-Chef Nikesh Arora. Für den Pauschalbetrag von 10 Euro gibt es für die WAP-Kunden 25 Dienste, darunter Sportnachrichten, Spiele, elektronische Grußkarten und Klingeltöne. Bis zum 31. Oktober sei das Angebot in Deutschland kostenfrei.

WAP gelang der Durchbruch bisher nicht

Wegen der langsamen Übertragungsgeschwindigkeit ist WAP bislang der Durchbruch am Markt versagt geblieben. Von den mehr als 20 Mill. TD1-Mobilfunkkunden in Deutschland nutzen gerade einmal 2 Prozent WAP-Dienste. In Österreich ist dDies soll sich mit schnelleren Übertragungstechniken wie GPRS (General Packet Radio System) und dem Mobilfunkstandard UMTS (Universal Mobile Telecommunications System) ab 2003 ändern. (APA)

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