General Partners mit Rekordverlust

2. August 2001, 13:37
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Wiener Immobiliengesellschaft hat halbes Grundkapital verbraucht

Wien - Tiefrote Zahlen hat die Wiener Immobiliengesellschaft General Partners Immobilienbesitz AG (ehemals Residenz Realbesitz AG) im abgelaufenen Geschäftsjahr 2000 geschrieben. Nun musste der Vorstand eine Hauptversammlung (HV) einberufen, um die Aktionäre darüber zu informieren, dass mehr als das halbe Grundkapital verbraucht ist.

"Keine Insolvenzgefahr"

Wie das börsenotierte Unternehmen am Donnerstag bekannt gab, wird der Vorstand in der für 31. August angesetzten HV berichten, dass der Verlust das halbe Grundkapital überstiegen habe. Eine Insolvenzgefahr bestehe jedoch nicht, wurde heute zugleich erklärt. Zumal die Vermögenswerte der General Partners die Schulden bei weitem deckten und die Verbindlichkeiten durch Immobilienverkäufe kontinuierlich abgebaut werden sollen.

Verlust

Den Verlust für 2000 bezifferte General-Partners-Vorstand Wolfgang Kössner mit 19,5 Mill. Euro (268 Mill. S). Dabei handle es sich um den Bilanzverlust (mit Verlustvorträgen aus den Vorjahren). Dass der Verlust im Geschäftsjahr 2000 derart massiv ausfiel, begründete Kössner vor allem mit der Neubewertung von Liegenschaften aus dem Besitz der ehemaligen Residenz Real. Die Schulden der General Partners würden derzeit 118 Mill. S betragen, sagte Kössner weiter. Um diese abzutragen, sei geplant, eine Büroimmobilie im steirischen Leoben und Schloss Freyenthurn in Klagenfurt zu veräußern.

Bis spätestens Ende März 2002 sollen die beiden Immobilien verkauft sein, dann sollte auch General Partners "vollkommen entschuldet" sein, sagt Kössner. General Partners hatte in einem Aktionärsbrief bereits Anfang dieses Jahres über eine "angespannte Liquiditätslage" berichten müssen. Die Vermögenswerte bezifferte der Vorstand aktuell mit rund 100 Mill. S. Das Grundkapital der Immobilienfirma beträgt rund 396 Mill. (APA)

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