Landeshauptmann Pühringer appelliert an Tschechien:

1. August 2001, 14:45
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Kein Probebetrieb bis zum Ergebnis der Sicherheitsprüfung

Linz - Oberösterreichs Landeshauptmann Josef Pühringer (V) appellierte am Mittwoch an die tschechische Regierung und an den Temelin-Betreiber CEZ, man möge das Ergebnis der Umweltverträglichkeits- und der Sicherheitsüberprüfung abwarten und so lange den Probebetrieb in dem umstrittenen AKW nicht wieder aufnehmen.

Der Temelin-Betreiber könnte mit diesem Verzicht auf die Wiederaufnahme des Probebetriebes "einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Dialogsituation zwischen Österreich und Tschechien leisten", so Pühringer, "jetzt ist nicht die Zeit der Provokationen, sondern der sachlichen Auseinandersetzung". Daher habe er "überhaupt kein Verständnis", dass in dieser Situation der Probebetrieb wieder aufgenommen werden solle, sagte der oberösterreichische Landeshauptmann.

Außerdem solle der Temelin-Betreiber offen legen, welche Schäden es an der Turbine im AKW Temelin gegeben habe und wie diese behoben worden sind. Pühringer: "Ich appelliere an CEZ, im Zusammenhang mit den Turbinenproblemen im AKW der Öffentlichkeit reinen Wein einzuschenken".

In Tschechien gehen die Vorbereitungen auf den neuerlichen Start des ersten Blocks in Temelin unterdessen weiter. Im Atomkraftwerk wird zur Zeit an der Turbine gearbeitet, die um den 10. August wieder gestartet werden soll. Anfang Mai wurde die Turbine abgeschaltet und die Kettenreaktion gestoppt, um Reparaturen durchzuführen, die nach einer einer Serie von Störfällen notwendig wurden. (APA)

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