Jüngster Spross aus dem Hause Red Bull: Wasser mit Koffein

9. Juli 2001, 19:24
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Lunaqua wird nur zwölfmal im Jahr - bei Vollmond - abgefüllt

Fuschl/See - Red Bull, Getränke-Weltkonzern aus Salzburg, bringt eine dritte Produktlinie auf den Markt: Nach dem Energy-Drink Red Bull und dem Tee-Getränk Kombucha kommt jetzt Lunaqua. Schmeckt wie Wasser, sieht aus wie Wasser, ist Wasser - aus einer Vorarlberger Quelle. Allerdings: In der Version "Dynamic Element" ist das Wasser mit - ebenfalls geschmacksfreiem - Koffein angereichert.

Das Getränk hat ungefähr ein Viertel der Koffein-Menge, wie sie in Red Bull enthalten ist, in etwa gleich viel, wie in Cola-Getränken. Weiters gibt es noch die Version "Pure Element", reines Wasser.

Lunaqua wird, wie der Name schon sagt, nur zwölfmal pro Jahr, bei Vollmond abgefüllt. Das soll der Flüssigkeit eine belebende Wirkung verleihen. Deswegen soll das Wasser mit dem Roten-Bullen-Logo in der heimischen Gastronomie um zehn Schilling teurer verkauft werden als die vergleichbare Menge Mineralwasser. So wollen es zumindest die Red-Bull-Marketingstrategen.

Nicht im Handel

Bei Billa, Spar und Co wird es das koffeinierte Wasser nicht zu kaufen geben. Dietrich Mateschitz, Red-Bull-Konzernchef, schafft es mit Lunaqua, eine Art Red Bull light für Discotheken und Beiseln zu bringen, ohne die Marke zu verwässern.

Eine Light-Version wurde im Konzern des öfteren diskutiert, aber letztendlich verworfen. Weiters wurde reagiert auf jüngst auf den Markt gekommene Wellness-Wasser wie Vöslauer Balance (Mineralwasser mit Kräuter-Essenzen) oder Römerquelle mit Guarana.

Sollte Lunaqua reüssieren, könnten Tankstellen-Shops der nächste Vertriebsweg sein. Über den Export des zeitgeistigen Produktes wird noch entschieden.

Mit dem Stammgetränk Red Bull sind die Salzburger derzeit schon in über fünfzig Ländern der Welt präsent. Vor allem in den USA werden in diesem Jahr große Zuwächse erwartet. Im Vorjahr wurden weltweit rund 920 Millionen Dosen verkauft, das generierte einen Umsatz von mehr als elf Milliarden Schilling. Bei Prognosen für 2001 hält sich der Konzern eher bedeckt. Industriebeobachter gehen in ihren Schätzungen aber davon aus, dass der Umsatz heuer 15 Mrd. S überschreiten wird. Damit wäre die Brau Beteiligungs AG als größter Getränkekonzern des Landes endgültig abgelöst. (szem, DER STANDARD, Printausgabe 9.7.2001)

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