Brüssel rückt von Bestandstötung bei BSE ab

31. Mai 2001, 19:50
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Maßnahmen liegen in Zukunft im Ermessen regionaler Behörden

Berlin - Auch die Europäische Kommission will nach Mitteilung des deutschen Bundeslandwirtschaftsministeriums von der Vorschrift abrücken, dass bei einem BSE-Fall der gesamte Rinderbestand getötet werden muss. Sie habe angekündigt, die Anhänge der am 1. Juli in Kraft tretenden TSE-Verordnung entsprechend zu ändern, schrieb Staatssekretär Alexander Müller am Donnerstag den deutschen Bundesländern.

Es solle in das Ermessen der Behörde an Ort und Stelle gestellt werden, ausgehend von epidemiologischen Untersuchungen zu entscheiden, ob der Bestand getötet werden müsse. Es bleibe aber dabei, dass nach Feststellung von Rinderwahn die Geburtskohorte und bei weiblichen Rindern die letzten Nachkommen getötet werden müssten. Müller begrüßte die Änderung. Damit bestehe die Möglichkeit, national anstelle der Bestandstötung die "Kohortentötung" als zentrale Maßnahme in der BSE-Vorsorgeverordnung vorzuschreiben. (APA/AP)

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