Allein über Lichtleitkabel geführt

31. Mai 2001, 16:06
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Unterwasserfahrzeug wird noch ausgeweitet

Ilmenau - Das Unterwasserfahrzeug "Seebär" steht kurz vor seiner Feuertaufe. Das Institut für Automatisierungs- und Systemtechnik der Technischen Universität Ilmenau entwickelte zusammen mit Kooperationspartnern das elektrisch getriebene und über Lichtleitkabel geführte U-Boot. Es soll in einem ersten Schritt zur Inspektion von Flussläufen, Kanälen, Talsperren, Küstengewässern und Wasserbauten eingesetzt werden. Die Forscher wollen den "Seebär" Anfang Juni in der Talsperre Heyda nahe Ilmenau erstmals testen.

Die jetzige Anfangsausstattung erlaubt Tauchgänge bis zu einer Tiefe von 300 Metern über eine Entfernung von 1.000 Metern vom Leitsystem und Operateur. Bei der Einführung ins Wasser erfolgt die Steuerung des "Seebärs" über ein Lichtleitkabel. Die Inspektion der Zielgebiete oder Zielbauten wird dann über eine Farbkamera sowie ein Sonar vorgenommen. Fünf Antriebe verleihen dem "Seebär" eine maximale Geschwindigkeit von etwa sechs Knoten.

Das mobile Unterwasserfahrzeug soll die Arbeit von Tauchern wesentlich erweitern und unter Wasser dort eingesetzt werden, wo Menschen aus gesundheitlichen und Sicherheitsgründen nicht agieren können. Für die nahe Zukunft sind die Integration eines Lasermesssystems sowie die Einbeziehung von Ultraschallsensoren geplant. (pte)

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    foto: tu ilmenau
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