Seltener Nachwuchs in Innsbruck

31. Mai 2001, 15:44
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Ein Elchkalb wurde geboren

Innsbruck - Über seltenen Nachwuchs kann sich der Innsbrucker Alpenzoo freuen. Nach einer Tragzeit von 7,5 Monaten ist dort die Geburt eines Elchkalbes geglückt. Die "Nahrungsmittelspezialisten" würden sich vor allem von Laub- und Nadelhölzern ernähren und zu den "besonders heiklen Pfleglingen" in Zoos zählen, teilte Alpenzoo-Direktor Michael Martys am Donnerstag mit.

Als größte Hirschart können die Alaska-Elche ein Körpergewicht von bis zu 800 Kilogramm und eine Schulterhöhe von bis zu zwei Meter erreichen. Die heimischen skandinavischen Elche würden bis zu 500 Kilogramm schwer werden und seien etwas kleiner als ihre Artgenossen aus Alaska. Dennoch seien sie als sogenannte "Trughirsche" mit dem Reh näher verwandt als mit dem heimischen Rothirsch.

Funde von Skeletten und Geweihen würden die letzten in Tirol frei lebenden Elche für die Eiszeit datieren, erklärte Zoopädagogin Silvia Hirsch gegenüber der APA. Mit der Rodung von Wäldern und der Verdrängung von Sümpfen hätten sie sich aber aus Mitteleuropa zurückgezogen. Heute seien Elche vorwiegend in Skandinavien, Polen und Russland zu finden. Auch an der Grenze zu Niederösterreich gebe es eine "kleine Population". (APA)

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