Gallup-Umfrage: Downhill für Schwarz-Blau

30. Mai 2001, 20:44
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Rot-Grün mit 49 Prozent gleichauf - Mehrheit hält FPÖVP nach 2003 für tot

Wien - Laut einer Gallup-Umfrage in "News" sinken die Werte für die ÖVP-FPÖ-Koalition. Bei Nationalratswahlen am kommenden Sonntag kämen sowohl Schwarz-Blau als auch Rot-Grüne auf 49 Prozent. Nach Ende der EU-Sanktionen im Vorjahr kam die Regierung noch auf 55 und Rot-Grün auf 38 Prozent. Bei Wahlen am kommenden Sonntag könnte die SPÖ mit 36 Prozent, die ÖVP mit 26, die FPÖ mit 23 und die Grünen mit 13 Prozent rechnen.

Die deutliche Mehrheit der Österreicher, 63 Prozent, gibt der VP-FP-Regierung derzeit keine Überlebenschance über die nächste Wahl hinaus. Nur mehr 33 Prozent rechnen mit einer zweiten Periode.

Bundeskanzler sinkt

Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (V) ist mit seinen Umfragedaten derzeit im "Sinkflug": In der Kanzlerfrage fiel er auf 22 Prozent. Das sind um sechs Prozent weniger als nach der Regierungsbildung und um elf Prozent weniger als nach Ende der Sanktionen. Auf dem zweiten Platz rangiert Grünen-Chef Alexander Van der Bellen mit 19 Prozent, gefolgt von Vizekanzlerin Susanne Riess-Passer (zehn Prozent) und SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer (neun Prozent).

Auch in der Frage, wer in der Regierung gute oder sehr gute Arbeit macht, sind Schüssels Werte "wenig berauschend": Er kommt mit 43 Prozent nur auf Platz fünf, knapp hinter seiner Vizekanzlerin Riess-Passer (44 Prozent). Einem einzigen Regierungsmitglied, Außenministerin Benita Ferrero-Waldner, wird von mehr als der Hälfte der Befragten (59 Prozent) attestiert, gute Arbeit zu leisten. Dahinter folgen Innenminister Ernst Strasser (46 Prozent), Finanzminister Karl-Heinz Grasser (45 Prozent). Am Ende der Rangliste findet sich Infrastrukturministerin Monika Forstinger (zehn Prozent), Vorletzter ist Justizminister Dieter Böhmdorfer (18 Prozent). (APA)

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