Land Steiermark richtet Arbeitsstiftung für Pflichtschullehrer ein

29. Mai 2001, 10:52
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Als Auffangmaßnahme wegen Planstellenabbaus

Graz - In der Steiermark wird es mit Start des Schuljahres 2001/02 voraussichtlich 382 Planstellen für Pflichtschullehrer weniger geben. Aus dieser prekären Situation heraus, die sich einerseits aus der Stellplanrichtlinie und der reduzierten Schüler-Lehrer-Maßzahl und andererseits aus den gesunkenen Schülerzahlen resultiert, hat sich die steirische Landesregierung als Arbeitgeber der Pflichtschullehrer zur Gründung einer Arbeitsstiftung entschlossen. Ziel der am Dienstag präsentierten Einrichtung ist die bedarfsorientierte Weiterbildung bzw. Umschulung.

Vorgestellt wurde die Arbeitsstiftung des Landes, die mit zehn Millionen Schilling dotiert ist, von Schulreferent Hermann Schützenhöfer und Finanzlandesrat Herbert Paierl (beide V) gemeinsam mit dem Arbeitsmarktservice Steiermark. Seitens der Personalvertretung wurde die Initiative ausdrücklich begrüßt.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Stiftung werden von speziell geschulten Kräften bei der Abwicklung praxisorientierter Kurse und bei der Arbeitsplatzsuche gecoacht. Grundsätzlich geht man davon aus, dass Personen mit einer derartigen Qualifikation gut nachgefragt sind und neben ihrem hohen Wissenstand pädagogisch-didaktische Kenntnisse und eine große Kommunikationskompetenz besitzen. Mögliche Zukunftsperspektiven eröffnen sich demnach etwa im Informations- und Kommunikationstechnologiebereich sowie in wirtschaftsnahen Dienstleistungen (Medien, Kultur, Öffentlichkeitsarbeit). (APA)

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