Wider Erwarten schlecht besucht

28. Mai 2001, 18:45
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Kriegsepos "Pearl Harbor" spielt nicht viel ein - Ist die Überlänge schuld?

Los Angeles - Das mit einem rekordverdächtigen Aufwand von 140 Millionen Dollar produzierte Kriegsepos "Pearl Harbor" hat in den ersten Tagen nach der Uraufführung in den USA nicht den erwarteten Gewinn eingespielt. Wie die Produktionsfirma Walt Disney nach zwei Spieltagen mitteilte, lag das Ergebnis am Sonntag bei knapp 40 Millionen Dollar anstatt der von Experten vorausgesagten 90 bis 100 Millionen Dollar.

Der Film mit Kate Beckinsale und Ben Affleck in den Hauptrollen ist in den USA und Kanada derzeit in 3214 Kinos zu sehen. Das Studio Touchstone Pictures hatte die Umsatzschätzungen als überzogen kritisiert und mitgeteilt, allein wegen der Spieldauer von drei Stunden seien innerhalb von vier Tagen keine 100 Millionen Dollar einzuspielen.

Unterdessen wurden in Malaysia zwei Männer festgenommen, weil sie angeblich während einer Kinovorstellung von "Pearl Harbor" in Kuala Lumpur eine Raubkopie des Hollywood-Films gemacht hatten. Angestellte des Kinos hatten angegeben, die beiden Männer hätten die Vorstellung mit einer Videokamera gefilmt. Auf diese Art kopierte Kinofilme sind ein gutes Geschäft in Malaysia. Die Raubkopien sind häufig von schlechter Qualität und nicht selten sind darin Kinobesucher zu sehen, die aufstehen, um zur Toilette zu gehen. (APA/Reuters)

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