Gürtel im Zentrum der Wiener Stadtplanung

25. Mai 2001, 16:48
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Projekt Matzleinsdorferplatz soll in Angriff genommen werden

Wien - In Wien sollen in Zukunft Stadtentwicklungsprojekte entlang des Gürtels forciert werden. Das ist eines der Ergebnisse eines Treffens der Wiener SP-Stadträte, über das Bürgermeister Michael Häupl in einer Pressekonferenz berichtete. Vorgesehen ist außerdem die Schaffung fixer Rahmenbedingungen für den Hochhausbau.

Problembereiche wie der Matzleinsdorferplatz sollen in Angriff genommen werden

Für Häupl ist der Gürtel von der Spittelau bis zu den Aspanggründen "eines der hauptentwicklungsfähigen Gebiete Wiens". Unter anderem sollen Problembereiche wie der Matzleinsdorferplatz in Angriff genommen werden, Häupl denkt aber auch an den Ausbau des Medizinforschungsclusters im AKH. Rezepte, um den Autoverkehr am Gürtel in den Griff zu bekommen, hat der Bürgermeister dagegen keine: Die Pläne für eine Untertunnelung des Gürtels seien endgültig ad acta gelegt.

Mehr Hochhausbauten

Häupl will in der Bundeshauptstadt auch in Zukunft weitere Hochhausbauten ermöglichen. Es sollen fixe Flächen dafür ausgewiesen werden, die Wiener Altstadt will Häupl aber "entsprechend davor bewahrt werden". Ein Hochhausprojekt, das dem Bürgermeister persönlich besonders am Herzen liegt, ist jenes am Bahnhof Wien-Mitte. Derzeit würden Reisende dort statt einem "repräsentativen Tor zu Wien" einen "Razzenstadel" vorfinden. Für Investoren müssten entsprechende Voraussetzungen geschaffen werden, um dies zu ändern.

Handlungsbedarf beim Ausbau der Straßen- und Eisenbahninfrastruktur

Handlungsbedarf ortet Häupl auch beim Ausbau der Straßen- und Eisenbahninfrastruktur: "Es ist unerträglich, wie lange wir schon auf die B 301 warten. In der gleichen Zeit sind in Ägypten die Pyramiden gebaut worden." Häupl forderte Infrastrukturministerin Monika Forstinger (F) einmal mehr auf, die Gelder nötigen für Straßen- und Bahnprojekte in der Ostregion locker zu machen. "Es geh nicht darum, dass man uns was schenkt. Es geht darum, das zu tun, was notwendig ist", so der Bürgermeister, der sich einen Seitenhieb über "den warmen Geldregen, der derzeit über Kärnten niedergeht" nicht verkneifen konnte. (APA)

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