Niedermeyer will Umsatz um 40 Prozent ausbauen

22. Mai 2001, 15:27
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Zahl der Filialen wird um 20 auf 160 ausgebaut

Wien - Die seit 1999 zu 100 Prozent im Besitz von max.mobil befindliche Elektro- und Fotohandelskette Niedermeyer will in den kommenden zwei Jahren den Umsatz um 40 Prozent steigern. Im laufenden Geschäftsjahr 2001 werde Niedermeyer "etwas über 4 Mrd. S" umsetzen und damit trotz des Verkaufs des Optik-Geschäfts wieder steigen, kündigten die beiden Geschäftsführer Christian Stranzl und Stefan Marolt am Dienstag in einem Pressegespräch an. Die Zahl der Filialen soll bis Mitte 2003 von derzeit 140 auf 160 klettern.

Im Jahr 2000 hat die Niedermeyer GmbH einen Bruttoumsatz von 3,96 Mrd. S (288 Mill. Euro) erwirtschaftet. Derzeit werden 1.028 Mitarbeiter beschäftigt. Allein der Online-Shop habe im Vorjahr 31 Mill. S, heuer sollen es bereits doppelt so viel sein. Mengenmäßig werde vor allem Zubehör wie CD-Rohlinge oder Druckerpatronen verkauft, wertmäßig dominiere aber die Hardware von Notebooks bis Digitalkameras.

Unbestrittene Nummer 1 im Handyeinzelhandel

Mit 2 Mill. Stück verkauften Handys sei Niedermeyer die unbestrittene Nummer 1 im Handyeinzelhandel. Neben max.mobil-Handys werde bei Niedermeyer derzeit One-Handys angeboten. Mit den beiden anderen Mobilfunk-Betreibern, Mobilkom Austria und tele.ring, die sich nach der Übernahme durch max.mobil aus dieser Vertriebsschiene zurückgezogen hatten, sei man wieder in Verhandlungen, ein Ergebnis soll es in den nächsten 14 Tagen geben.

Wegen der sich abzeichnenden Nachfragesättigung konzentrierte sich das Unternehmen, zusätzlich zum Telekomgeschäft auf die Segmente Computer, und Notebooks, digitale Fotografie und Unterhaltungselektronik. Durch den Auszug der Augenoptik-Shops, die in den kommenden 12 Monaten abgeschlossen sein soll (sie wurden per Jänner 2001 an den früheren Eigentümer Christian Niedermeyer verkauft), werde zusätzlicher Platz frei, um das Sortiment besser zu präsentieren. Bis 2003 sollen rund 300 Mill. S in den Ausbau der Filialen und die Mitarbeiterausbildung fließen. Begleitet werde der Relaunch durch eine großangelegte Werbekampagne. Allein heuer sollen mehr als 200 Mill. S in Werbung fließen. (APA)

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